Gewalt im Straßenverkehr

Fliegende Fäuste im Kampf um die Vorfahrt

13.04.2018
aktualisiert am 13.04.2018

Themen:
Straßenverkehrsordnung

Das tägliche Leben auf unseren Straßen ist eigentlich stressvoll genug. Die Tragik von Unfällen mit Personenschäden ist eigentlich dramatisch genug. Manchen scheint das aber noch nicht zu reichen. Sie erklären den Straßenverkehr als Kampfzone in Wildwest-Manier! Da fliegen schon mal die Fäuste!

Eine spezielle Verkehrssituation

Hätte ich es nicht selbst gesehen, ich hätte es nicht glauben wollen! Ich war gestern als Fußgänger unterwegs in einer schmalen Straße in einem Wohngebiet einer Großstadt. Auf einer Seite der Straße war trotz der Enge das Parken erlaubt. Dadurch entstand die Situation, dass für einen Autofahrer beim passieren der Straße ein Überholvorgang entstand, um an den rechts parkenden Autos vorbeizufahren. Nach der Straßenverkehrsordnung gilt der Grundsatz, dass derjenige den entgegenkommenden Verkehr durchzulassen hat, auf dessen Seite der Straße sich das Hinderniss befindet. Kommt also auf der freien Seite der Straße ein Fahrrzeug entgegen, muss der Fahrer vor dem Hinderniss warten. Soweit, so gut! Was aber, wenn die Schlange der parkenden Fahrzeuge extrem lang ist und die Straße auch noch eine leichte Rechtsbiegung hat. Man kann also als Fahrer schlicht das Ende der parkenden Autos als Hinderniss gar nicht abschätzen, da der Blick nicht weit genug geht. Was tun? Manchmal gibt es ja auch Lücken zwischen parkenden Autos, in die man vor dem entgegenkommenden Verkehr ausweichen kann. Zudem fährt man ja eh nur "tastend" an den Fahrzeugen vorbei, zumal in einem Wohngebiet.

Erst Gebrüll, dann die Faust

So tat es auch ein umsichtiger Autofahrer, der in dieser Weise bis fast an das Ende der Schlange parkender Autos langsam überholt hatte; noch gut 10 Meter und dann wäre das Hinderniss passiert. Da stellte sich ein entgegenkommendes Fahrzeug ein. Obwohl das überholende Fahrzeug nur noch ein kleines Stück Weges vor sich hatte, blockierte das entgegenkommende Fahrzeug nun den Weg. Was nun? Der entgegenkommende Fahrer machte nicht den Eindruck, weichen zu wollen. Der überholende Fahrer hielt, stieg aus um bat mit höflicher Geste, doch seinen kurzen Weg zu ende fahren zu dürfen. Da stieg auch der entgegenkommende Fahrer aus, deutlich energisch und aggressiv. "Weg da, ich habe Vorfahrt!" Nach Maßgabe der Situation empfand ich diese Forderung als falsch, vielleicht sogar unrechtmäßig, aber ich bin kein Verkehrsrichter. Der reine Menschenverstand hätte es aber gefordert, dass der entgegenkommende Fahrer mit einem Rücksetzen von vielleicht 5 Metern die Situation hätte bereinigen können. Der in Bedrängnis gekommene Überholende erklärte nun, dass er die Situation ja nicht vorsätzlich herbeigeführt habe, da er die länge der Schlange parkender Fahrzeuge gar nicht habe überschauen können und nun annähernd 100 Meter rückwärts fahren müsse, um den vermeintlich Vorfahrt Besitzenden durchzulassen. Jetzt wurde die Forderung zu weichen in gebrüllten Ton unsinnig wiederholt. Dazu war, aus gutem Grund, der Überholende jedoch nicht bereit, zumal die Lösung des Problems ja auch ganz einfach auf der Hand lag. Aber statt 5 Meter zu weichen, folg jetzt die Faust, der höfliche Autofahrer in Bedrängnis ging zu Boden!

Der prügelnde Fahrer stieg wieder in sein Fahrzeug, tat, was er zuvor schon hätte tun sollen, nämlich zurücksetzen, wendete und raste davon! Die Heftigkeit dieses Ereignisses ist sicher ein Einzelfall! Die Rücksichtslosigkeit, die Aggressivität und der Egoismus im Straßenverkehr ist es jedoch leider nicht! Fahrzeuge haben aber ein Kennzeichen. Das habe ich mir gemerkt. Der geprügelte Autofahrer wird sich wehren. Die Sache hat ein Nachspiel!   

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