Ökonomische Bildung gleich null

Unsere Jugend versteht von Wirtschaft fast gar nichts - nicht mal vom Alltäglichsten!

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft

Die schulische Bildung in Deutschland versucht junge Menschen auf vieles vorzubereiten. Das Thema Ökonomie, Volkswirtschaft und Finanzen scheint nicht dazu zu gehören, nicht mal auf der banalen Alltagsebene!

Ein schulischer Offenbarungseid

Wenn ein 18jähriger Abiturient bekennt, von Steuern, Miete, Versicherung und Bankwesen rein gar nichts zu verstehen, ist das keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Und wenn über diese Alltagsebene noch hinaus gedacht und gefragt wird, wie denn das Gesamtgefüge einer Volkswirtschaft als Grundlage der Existenz von Gesellschaft und Individuum funktioniert, ansatzweise, bleibt in der Regel "alles im Dunkeln"!

Schulische Inhalte

Ja, Fremdsprachen sind wichtig, Mathe, Deutsch, Physik und Chemie, digitale Zukunft,  Kunst und Sport sollen nicht am Rande stehen, aber um sich in einer Gesellschaft wie der unsrigen zurecht zu finden, bedarf es wesentlich mehr Verständnis von ökonomischen Zusammenhängen, gerade auch im Hinblick auf die kompetente Teilhabe an demokratischen Prozessen der Meinungs- und Mehrheitsbildung. Ohne Kenntnis ökonomischer Zusammenhänge bleibt das Bild einer Gesellschaft im Kleinen wie im Großen ein blinder Fleck, als Teilnehmer schwimmt man igendwie mit und versteht am Ende gar nichts! Auch das ist ein Einfallstor für Populismus. Es geht also in Wahrheit um viel mehr, um kompetente Teilhabe an Gesellschaft überhaupt!

Ein merkwürdiges Zerrbild

Laut einer Studie der ING-Diba haben nur 5% aller Abiturienten hinreichende Kenntnisse über grundlegende Finanzfragen, aber 75% aller Erwachsenen beschreiben sich als ausreichend informiert und kompetent. Wie kommt das? Ein nachgelagerter Selbstlernprozess? Wohl eher nicht, sagt die Studie, sondern eher eine grotesk verzerrte Selbstwahrnehmung. Was ist wohl schlimmer, ein eingestandenes Nichtwissen oder eine eingebildete Kompetenz bei nahezu völliger Unkenntnis? Hilflos macht beides!

Liebe Bildungspolitiker, Goethe war nicht nur Deutschlands größter Dichter, er war auch Naturwissenschaftler und Staatsminister am Weimarer Hof! Für unsere Schüler ist noch viel Luft nach oben!

 

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