Anzahl von Fahrradunfällen steigt

Fahrradfahren ist gefährlicher, als man gemeinhin denkt. Die Zahlen sind eindeutig.

Themen:
Straßenverkehrsordnung, Radfahren, Unfall

Radfahren erlebt eine Renaissance. Immer mehr Menschen fahren immer teurere und damit schnellere Fahrräder. Die Anzahl von Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern nimmt ständig zu. Nachvollziehbar, aber nicht unabänderlich!

Eigentlich ein guter Trend

Immer mehr Menschen fahren Rad! Immer mehr Menschen sind bereit, für ein gutes Fahrrad einen nicht geringen Preis zu zahlen. Räder werden immer leichtgängiger, damit schneller und manche werden sogar mit einem Elektromotor angetrieben, entweder bis 25 km/h oder sogar bis 45 km/h wie beim S-Pedelec. Soweit sind das ja keine schlechten Nachrichten! Zu beklagen ist aber, dass die Unfallstatistik des Bundesamtes für Statistik seit Jahren einen Anstieg an Unfällen mit Beteiligung von Fahrradfahrern um jährlich über 10% aufweist. Im Jahr 2018 waren das 88.880 Verkehrsteilnehmer auf einem Rad. 445 Radfahrer kamen dabei zu Tode.

Schuldfrage und Lösungen

Eine solche Entwicklung darf man nicht einfach hinnehmen. Man muss gezielt nach den Ursachen fragen! Tatsächlich waren 44% aller Verkehrsunfälle mit Radbeteiligung durch schuldhaftes Verhalten seitens des Radfahrers verursacht, 56% durch reguläre Kraftfahrzeuge. 

Das größte Problem besteht nach wie vor darin, als Radfahrer vom übrigen Verkehr übersehen zu werden. Da helfen nur zwei Dinge: entsprechend auffällige Kleidung, also hell, farbig und nach Möglichkeit reflektierend. Das zweite ist das eigene Verhalten. Wenn der Radfahrer davon ausgeht, er könnte übersehen werden, ändert sich an Kreuzungen sein eigenes Verhalten, er fährt nämlich erst dann am rechts abbiegenden Fahrzeug vorbei, wenn er durch dessen Verhalten erkannt hat, selbst gesehen worden zu sein. Die Straßenverkehrsordnung fordert dies nicht ausdrücklich, ab was nützt es, entsprechend seines Rechts gehandelt zu haben und dadurch auf dem Friedhof zu landen.

Die Gründe im Fehlverhalten von Radfahrern sind vielfältig. Oft ist die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen nicht angepaßt, viele Radfahrer benutzen mit hoher Geschwindigkeit den Gehweg, oder fahren auf Radwegen entgegen der Richtung, was die Straßenverkehrsordnung ausdrücklich nicht erlaubt. Ebenso wie bei Fahrern von Pkw kommt es bei Radfahrern auch zu Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr. Aber noch andere schwere Verstöße sind an der Tagesordnung: Missachtung von Vorfahrt und roter Ampeln. 

Bei vielen Unfällen ließen sich schwere Folgen vermeiden, wenn es endlich einvernehmlicher Gebrauch wäre, einen Fahrradhelm zu tragen. Der Radfahrer kann also eine Menge selbst tun, um Unfälle zu vermeiden - und er hat nicht immer automatisch recht, weil er der "Schwächere" im Straßenverkehr ist!

Stimmen Sie ab! Wie gefällt Ihnen diese Seite?

Durchschnittlich 3.5 von 5 Sternen (2 Bewertungen)

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!





Erlaubte Tags: <b><i><br>Kommentar hinzufügen:


Gute Bewertungen sind die besten Empfehlungen.

Das sagen unsere Kunden über uns:

makler.de - Mit Sicherheit gut beraten

bfh Finanzhaus Berlin

Versicherungs- und Finanzberatung seit über 40 Jahren in Berlin.
Wir sind für Sie da, mit Objektivität, Fairness und Freude an der Zusammenarbeit mit Ihnen!
Ihre Zufriedenheit ist unser Verdienst.
Mehr lesen