Börsensituation Juni 2019

Börsen im Banne politischer Unwägbarkeiten

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft

Für Börsen-Aktivisten gab es schon bessere Zeiten. Der Geldmarkt steht im Banne von Donald Trump und der immer noch offenen Brexit-Frage

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Börsen leben im Bann der Tweets von Donald Trump. Die Unsicherheiten über die Zollpolitik haben die Zinsen in Deutschland auf historische Zinsstände geführt. Zeitweise hat der Bund für seine 10jährigen Bundesanleihen 0,25% Zinsen bekommen. So macht Schuldenmachen echt Spaß. 

Auch die US-Zinsen sind kräftig am Fallen. Dort gibt es aber immerhin noch über 2% Zinsen für 10jährige Staatsanleihen. Den Anleger freut's. Aber wie lange noch? Jeder Anleger in amerikanischen Staatsanleihen sollte sich die Aussage von Trump zum Brexit einmal auf der Zunge zergehen lassen "Ich würde die 50 Milliarden Schulden der Briten an die EU nicht zahlen". Das bestärkt mich in meiner Ansicht, dass die Amerikaner ihre horrenden Schulden nicht zurückzahlen werden. Vor allem nicht an Ausländer. 

Interessant ist die Entwicklung im Immobilienbereich bei uns in Berlin. Ab 2020 sollen die Mieten für 5 Jahre eingefroren werden. Die deutschen Immobilienaktien sind daraufhin massiv gefallen.

Viele dieser Unsicherheitsfaktoren haben den Goldmarkt aus seiner Frühjahrsmüdigkeit befreit. 2% fehlen dem Goldpreis noch um den massiven charttechnischen Widerstand bei 1.360 USD zu überwinden. Dann wäre der Weg frei für einen massiven Anstieg auf die alten Höchstmarken der Jahre 2011/2012 im Bereich knapp unter 2.000 USD. Warten wir es ab. 

Viel Freude bereitet die griechische Börse. Die aktuelle Regierung hat bei der Europawahl massiv verloren. Die Konservativen hatten einen Vorsprung von fast 10%. Tsipras hat deswegen zum 7.07. Neuwahlen ausgerufen. Die Börse in Athen hat dies mit einem Freudensprung quittiert und damit meine seit Jahren geäußerte Meinung bestätigt. Der von mir favorisierte Hellas Fonds hatweiter zugelegt und in der Wertentwicklung den DAX weit hinter sich gelassen.

Die Situation in Griechenland erinnert mich sehr an die Übergangszeit von Schröder zu Merkel. Schröder hat die ganzen unangenehmen Reformen a la Hartz IV durchgeführt und Merkel dann die Ernte eingefahren.

Mit der Aussicht auf eine konservative Regierung sind sogar in Griechenland die Zinsen kräftig gefallen und Ausländer haben sofort begonnen massiv in griechische Immobilien zu investieren. Griechenland bleibt ein sehr lukratives Investitionsland.

Insgesamt bleibt weltweit die Situation politisch und wirtschaftlich äußerst spannend. Börsenprognosen sind damit schwieriger als langfristige Wetterprognosen. Streuen Sie deshalb Ihr Vermögen in unterschiedliche Anlageformen. Tagesgelder und Sparbücher werden in Zukunft kein Ruhekissen mehr sein. Die europäischen Banken werden aufgrund des Zins- und Margendrucks auch im breiten Privatmarkt Minuszinsen einführen.

Wie schlecht es bei den Banken aussieht erkennt man leicht am Chart der Deutschen Bank.

Axel Daniel

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