Bürger haben keine Panik in Finanzfragen

In früheren Krisen gab es größere Besorgnis in der Bevölkerung in Sachen Finanzen als gegenwärtig

Themen:
Wirtschaft, Anlage

Obwohl mittlerweile jeder fünfte Deutsche in irgendeiner Form finanzielle Konsequenzen aus der Corona-Krise hinzunehmen hat, ist die Besorgnis der Bevölkerung hinsichtlich ihrer finanziellen Situation nicht so groß als wie zur Dotcom-Krise oder bei der Insolvenz von Lehmann und der Euro-Krise

Forsa-Umfrage zeigt erstaunliches Ergebnis

Seit fast 20 Jahren führt das Meinungsforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Befragung bei 500 Bürgern durch, die innerhalb ihrer Familien die Entscheidungen in Finanzfragen treffen. Die Befragung im Monat Mai erbrachte ein erstaunliches Ergebnis. Trotz der Corona-Krise bleiben erstaunlich viele Bürger hinsichtlich ihrer eigenen Finanzsituation ruhig und gelassen. Immerhin 72% erwarten keine wesentlichen Veränderungen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation. Das sind zwar 12% weniger als in der Befragung zuvor, aber das "Angstpotenzial" hinsichtlich der eigenen ökonomischen Zukunft war in den Krisensituation 2002 (die Dotcom-Blase platzte) und 2007/2009 (Lehmann, Griechenland, Euro-Krise) wesentlich höher. Damals gaben 32% an, sich vom jeweiligen Krisen-Szenarium extrem bedoht zu sehen. Die Deutschen haben anscheinend Gelassenheit gelernt, oder sie vertrauen auf die diesmal exorbitanten Maßnahmen zur Gegensteuerung, die der Staat mit seinen Finanzpaketen versucht. Das ganze hat viel mit Psychologie zu tun, denn die objektiven Parameter wie der Einbruch des Außenhandels von 30% und die momentan ausbleibende Konsumnachfrage im eigenen Land gäben Anlass zu weitaus größerer Sorge.

An dieser Stelle zeigt sich aber auch ein gewisser Widerspruch, denn 83% aller Befragten gaben an, ihr Spar- und Konsumverhalten durch die Konsequenzen der Corona-Krise nicht zu verändern. Hinsichtlich des Sparens scheint das auch zuzutreffen, denn Versicherer und Anlage-Gesellschaften verzeichnen gegenwärtig noch keine "SWtorno-Welle". Der Binnenkonsumen dagegen ist extrem eingebrochen und macht vor allem Restaurants und dem Einzelhandel arg zu schaffen.

Dennoch ist die relativ positive Grundstimmung in der Bevölkerung ein wirklich gutes Zeichen. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung hängt wesentlich von der Hoffnung auf eine stabile Zukunft ab. Optimismus ist ein kostenloses, aber in jedem Falle wirksamen mittel der Konjunkturförderung.

Stimmen Sie ab! Wie gefällt Ihnen diese Seite?

Durchschnittlich 4.7 von 5 Sternen (3 Bewertungen)

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!





Erlaubte Tags: <b><i><br>Kommentar hinzufügen:


Gute Bewertungen sind die besten Empfehlungen.

Das sagen unsere Kunden über uns:

makler.de - Mit Sicherheit gut beraten

bfh Finanzhaus Berlin

Versicherungs- und Finanzberatung seit über 40 Jahren in Berlin.
Wir sind für Sie da, mit Objektivität, Fairness und Freude an der Zusammenarbeit mit Ihnen!
Ihre Zufriedenheit ist unser Verdienst.
Mehr lesen

Um der Ausbreitung des Corona-Virus entgegen zu wirken
wie auch zu Ihrem eigenen gesundheitlichen Schutz,
vereinbaren wir zur Zeit nur virtuelle Termine.

Rufen Sie uns hierzu einfach unter 030 300 109-0 an.
Wir sind gerne für Sie da.