Chaos oder Kompetenz?

Der Staat uns seine Institutionen offenbaren einen lange nicht erkannten Mangel an Effizienz

Themen:
Gesellschaft, Staat

Die Desorganisation des Staates, die durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie erkennbar wurde, zeigt sich in Wahrheit in vielen Bereichen staatlichen Handelns. Ob BER oder Elbphilharmonie, DB oder Bafin, das Handeln öffentlicher Institutionen ist ein Desaster.

Schon seit längerer Zeit

Unsere öffentlichen Einrichtungen, von der Bundesregierung bis zu einzelnen Verwaltungsbehörden, machen seit mindestens einem halben Jahr keinen besonders Vertrauen erweckenden Eindruck. Staatliche Hilfen werden nicht ausgezahlt, Maßnahmen werden veranlaßt und wieder aufgehoben, um bald wieder veranlasst zu werden, nur ein wenig modifiziert - keiner versteht, warum. Bestellte Impfdosen werden nicht geliefert, die gelieferten nicht voll verimpft, Terminvereinbarungen scheitern an überlasteten Telefonleitungen usw......Schluss! Bashing bringt nicht weiter! Andererseits ist "enough" eben auch "enough"! Aber "enough" bedeutet in unserem Fall noch viel mehr als nur das Chaos des letzten halben Jahres. Wir haben uns schon seit längerer Zeit, aber kontinuirlich, zu einer dysfunktionalen Gesellschaft entwickelt. 

In Wahrheit funktioniert nur noch wenig

Wir wollen an dieser Stelle all das, was in den letzten Jahren an öffentlichem Versagen zu erleben war, nicht im einzelnen aufführen, die Liste wäre lang, aber ein Artikel des gestrigen Tages im online-Format des "Handelsbatts" lässt aufhorchen. Sie erinnern sich vielleicht, dass das Verkehrsministerium unter Herrn Scheuer die Verwaltung der bundesdeutschen Autobahnen, die bisher für das jeweilige Straßennetz in der Hoheit der Bundesländer lag, in der sogenannten "Autobahn AG" zusammengefaßt und zentralisiert hat. Das hat nicht nur ein Vielfaches der ursprünglich geplanten Kosten mit sich gebracht, sondern auch einen bürokratischen Umbruch und Wildwuchs, ebenfalls Kostentreiber, aber offensichtlich logistisch nicht in der Lage, den Aufgaben gewachsen zu sein. Seit dem 01.Januar 2021 ist diese Autobahn AG nun handlungsführend. Sie zahlt aber bisher kaum für gestellte Rechnungen. Es hat sich nach Angaben des Handelsblatts eine Summe von 650 Millionen gebildet, die sich aus gut 20.000 offenen Rechnungen ergibt. Hinter vorgehaltener Hand ist sogar von 1,2 Milliarden die Rede. Baufirmen erhalten zur Zeit für geleistete Arbeit keine Zahlungen. Offiziell liegt der Grund dafür mal wieder in der nicht vorhandenen, bzw. noch nicht funktionierenden administrativen Software. Dafür fahren die Vorstände der Autobahn AG aber mit Fahrzeugen der ministeriellen Güteklasse, incl. Fahrer. Das konnte also zumindest sicher gestellt werden. 

Und womit wollen wir jetzt weitermachen? Mit der immer noch nicht einsatzbereiten Bundeswehr, einer Polizei, die personell gar nicht in der Lage ist, die Einhaltung erlassener Verordnungen auch durchzusetzen, mit unseren verrottenden Schulen, baufälligen Brücken, einem sanierungsbedürftigen Bahnstreckennetz oder...oder...oder...

Wir müssen uns eingestehen, dass die Probleme unseres Staates weit größer sind, als wir es wahr haben wollen!

 

 

 

Stimmen Sie ab! Wie gefällt Ihnen diese Seite?

Durchschnittlich 5 von 5 Sternen (2 Bewertungen)

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!





Erlaubte Tags: <b><i><br>Kommentar hinzufügen:


Gute Bewertungen sind die besten Empfehlungen.

Das sagen unsere Kunden über uns:

makler.de - Mit Sicherheit gut beraten

bfh Finanzhaus Berlin

Versicherungs- und Finanzberatung seit über 40 Jahren in Berlin.
Wir sind für Sie da, mit Objektivität, Fairness und Freude an der Zusammenarbeit mit Ihnen!
Ihre Zufriedenheit ist unser Verdienst.
Mehr lesen

Liebe Kunden,
das Finanzhaus Berlin hat zum 01.01.2021 seine Arbeitsweise grundlegend und dauerhaft geändert. Das Agentur-Büro ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Zu all Ihren Anliegen können Sie uns telefonisch, per E-Mail oder via online-Chat erreichen.

Sie erreichen uns wie gewohnt Montag bis Freitag von 9.00 - 17.30 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter
030 300 109 0

Ihr Finanzhaus Team