China und die Weltwirtschaft

China im Wandel? Das Bild von der prosperierenden Volkswirtschaft trügt!

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft, Konjunktur

Wer sich über China, dessen Politik und die Weltwirtschaft Gedanken macht, muss sich von vordergründigen Klischees frei machen!

Das unbekannte Land

Im Grunde beschäftigt sich Europa nicht viel mit China. Tatsächlich waren es erst die amerikanischen Strafzölle der Trump-Administration, die China zum neuen Thema auch in Europa gemacht haben. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein großres Versäumnis! Für Europa war China immer nur ein expandierender Markt, ein wirtschaftlich wachsender Handelspartner, das war´s. China ist aber mehr: China ist eine wirtschaftliche Macht mit enormen Problemen, China ist eine politische Kraft mit territorialen Ansprüchen, China ist ein Land mit Besorgnis erregender Innenpolitik, China ist ein Land kaum wahrgenommenen außenpolitischen Einflüssen, China könnte eine Gefahr sein!

Anspruch

Es wird zwar kaum wahrgenommen, dass China ein kommunistisches Land ist, weil es Privateigentum gibt - fast grenzenlos - und ein wirtschaftliches Denken, dass unserem westlichen Verständnis von marktwirtschaftlicher Freiheit ähnlich scheint. Tatsächlich ist China eine Volksdiktatur. Und als solche verfolgt China nach wie vor unbeirrt die Idee einer kommunistischen Weltherrschaft nach chinesischem Vorbild unter chinsicher Führung. Klingt Ihnen das merkwürdig? Dann beschäftigen Sie sich doch einmal mit den Verlautbarungen der chinesichen kommunistischen Partei, mit den Ansprachen des Vorsitzenden Xi Jinpipng an sein Militär und der Doktrin der chinesischen Parteiideologen.

Wirklichkeit

China wächst, zumindest tat es das. Mittlerweile, besser gesagt seit fast zehn Jahren ist das chinesische Wachstum rückläufig. Für uns Europäer ist China immer noch ein Markt mit enormen Wachstumsraten, aber die chinesiche Volkswirtschaft selbst steckt seit Langem in einer Krise. Eine solche Krise entsteht, wenn Wachstum unorganisch, also zu schnell und künstlich gestützt vor sich geht. Und so war das in China. Mittlerweile mussten vor allem in Südchina viele Unternehmen schließen, hunderttausende von Arbeitnehmern entlassen werden. Es gibt Zahlungsprobleme was die Gehälter betrifft, die Sozialkassen sind leer, Wanderarbeiter leben unter freiem Himmel, auf dem Land herrscht oftmals Hunger und Verelendung. Das ist China? Ja! Auch! So lange es wirtschaftlich aufwärts ging, hatte die kommunistische Partei keine Legitimationsprobleme. Jetzt aber könnten sie drohen! Es kommt also nicht von Ungefähr, dass China ein Land mit extremer sozialer Überwachung und Kontrolle ist. 

China und die Welt

Um einerseits der imperiale Ausrichtung des Regimes zu folgen und andererseits der wirtschaftlichen Rezession im eigenen Land entgegen zu wirken, ist China international aktiv - und zwar konsequent imperialistisch. Die Idee der neuen Seidenstrasse schafft eine ökonomische Verkehrstrasse von Peking bis Duisburg. China gewährt dafür ärmeren Ländern in strategisch günstigen Lagen, teils mit Häfen, enorme Kredite, um logistische Zentren zu bauen und die Handelsmetropolen der Zukunft zu bilden. Die Kredite binden die Staaten an China. China seinerseits baut diese "Stationen" nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch aus. China geht also auch strategisch geopolitisch den Weg nach Westen! Ähnlich verhält e sich mit dem wirtschaftlichen Einfluss Chinas in Afrika. Dort kauft China landwirtschsaftliche Flächen in ungeheurem Ausmaß. Ganze Staaten werden dadurch vordergründig reich - zumindest piviligierte Bevölkerungslreise - aber auch abhängig und willfährig! Es hat lange gedauert, bis Europa, das immer viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dies erkannt hat.

Es ist an der Zeit

China ohne den Rest der Welt, das geht auch nicht! Es ist also an der Zeit, dass Europa beginnt, für den eigenen Markt Regeln aufzustellen, die China als Exportnation zu beachten hat, gerade so wie Europa dies auch in China zu tun hat. Bei aller Fragwürdigkeit eines Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten, seine China-Politik hat begründete Ursachen. Wir täten gut daran, eine eigene europäische Chinapolitik zu entwickeln! 

 

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