Der Brexit ist vollzogen, jetzt beginnen die Verhandlungen

Die Zukunft des europäisch-britischen Handels steht auf dem Spiel

Themen:
Brexit, Wirtschaft

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist vollzogen, wobei es sich zunächst um eine Formalie handelt. Welche Folgen - vor allem wirtschaftlich - diese Formalie hat, muss erst noch verhandelt werden. Es könnte ziemlich "dicke" kommen, für beide Seiten!

Brexit - was das in Zukunft bedeutet, steht noch gar nicht fest

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist vollzogen. Das wird viele einschneidende Konsequenzen mit sich bringen, vor allem aber wirtschaftliche, für beide Seiten. Die Verhandlungen über die Ausgestaltung des Brexit stehen jetzt bevor und am Ende des Jahres 2020, so hoffen beide Seiten, soll ein Abkommen über die Modalität der zukünftigen Beziehung zwischen EU und Grßbritannien stehen. Falls nicht, gibt es einen No-Deal-Brexit mit schlimmen Folgen für beide Seiten, da keine Vereinbarung die weiteren Beziehungenn regelt. Alle Beteiligten wären Verlierer!

Ist Downing Street 10 ein Wolkenschloss?

Die Erfahrung aus der Verhandlung von Wirtschaftsabkommen hat gezeigt, dass eine durchschnittliche Dauer solcher Verhandlungen sieben Jahre in Anspruch nimmt. Boris Johnson hat per Gesetz festgelegt, dass Großbritannien nach nur einem Jahr die Übergangszeit beenden wird und dann gibt es entweder einen Brexit mit oder ohne "Deal". Wie kommt Boris Johnson dazu? Ganz einfach! Wenn es nach ihm geht, braucht ja eigentlich gar nicht verhandelt zu werden. Für sein Land soll ja alles in den wirtschaftlichen Beziehungen zur EU so bleiben, wie es ist, mit einer Bedingung: Großbritannien muss sich an nichts halten, was in der EU als Gesetz gilt. Das bedeutet zum Beispiel, dass das Inselland alle Standarts hinsichtlich Umwelt, Naturschutz und Technik in der Produktion von Waren nicht mehr zu erfüllen braucht und dennoch mit allen Waren weiterhin auf dem europäischen Markt vertreten ist. Das würde nicht nur dem Verbraucherschutz der EU widersprechen, sondern auch ein nicht hinnehmbarer Marktvorteil gegenüber den EU-Staaten bedeuten, da deregulierte Warenproduktion ein hohes Einsparpotenzial zum Preis von Qualität und Sicherheit bedeutet. Man verlässt die EU, will alle Vorteile der Mitgliedschaft behalten, kein Mitglied mehr sein, erst recht keine Mitgliedsbeiträge mehr zahlen, sich dafür aber an nichts halten, was europäische Rechtsgrundlage ist. Kann doch wohl nicht wahr sein! Ist diese Grundhaltung Arroganz oder Dummheit? 365 Tage britisches Weihnachten mit der EU als Weihnachtsmann? Da auch die EU an der Aufrechterhaltung des Handels mit Großbritannien interessiert ist, kommt diese Erwartung einer Erpressung aus Zeitgründen gleich, um den No-Deal zu vermeiden. Vor uns liegt eine absurde Ausgangslage, Verhandlungen mit Peter Pan als Gegenüber, der alles fordert und nichts bietet. Machen Sie sich auf ein aberwitziges Jahr in Brüssel gefaßt mit vielen theatralischen Höhepunkten in einem schlechten Drama. Ende offen!

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