Der neue Alltag

Firmenpleiten, Lockerungen, Reproduktionszahlen. Der neue Alltag bekommt seine Form.

Themen:
Gesellschaft, Wirtschaft, Staat

Nichts ist wirklich "geschafft" in der Pandemie-Problematik. Die Ansteckungsgefahr bleibt. Die wirtschaftlichen Konsequenzen stellen sich allmählich ein und deuten auf schwere Zeiten hin, ganz schwere Zeiten! Die notwendigen Lockerungen überantworten der Bevölkerung ein hohes Maß an Verantwortung. Ganz allmählich beginnt der "neue" Alltag.

Phase 2 - die Konsequenzen

Nach gut sechswöchigen shutdown bewegt sich was in unserer Gesellschaft. Und es wird einem schon ein wenig unwohl, denn allmählich zeichnet sich ein Bild von unserem neuen Alltag ab. Die Wirtschaft ist am Boden. Es werden ca. 50.000 Firmenpleiten erwartet,  zu denen, die im normalen Rahmen liegen. Im Jahr 2019 waren das 19.400. Die Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt sich leicht auszurechnen, es könnten bis zu 2 Millionen neue Arbeitslose zu den eh schon nicht Beschäftigten hinzukommen. Das hat weitreichende Auswirkungen für die Sozialkassen, weniger Beitragseinnahme, mehr Ausgaben. Woher kommt das Geld?

Alles Schwarzmalerei? Leider nein! Die Lufthansa überlegt, in die Insolvenz zu gehen. Der Export im Bereich Maschinenbau ist um 50% geschrumpft. Autos werden weder in Deutschland noch im Ausland verkauft. Der Hamburger Hafen arbeitet auf Sparflamme. Der Konsumklima-Index ist auf dem tiefsten Punkt seit seiner Einführung. Wer jetzt meint, er spüre ja noch gar nicht wirklich viel von den Konsequenzen, dem sei gesagt, dass wir zur Zeit ja erst am Anfang der "Wirk-Kette" stehen. Sprechen wir uns doch dazu noch einmal in einem halben Jahr!

Noch gibt es keinen Impfstoff gegen Corona, Masken schützen leider nur bedingt, die Reproduktionszahl ist wieder leicht gestiegen, aber wir brauchen dringend Lockerungen im gesellschaftlichen Leben, wenn unsere Wirtschaft nicht ganz zum Erliegen kommen soll. Was für eine komplexe Situation!

Verantwortung und Problembewußtsein aller ist gefragt

An Lockerungen führt kein Weg vorbei aus vielerlei Gründen, wirtschaftlichen, psychologischen, pädagogischen und sozialen. Die Ausgestaltung dieser Gedanken leiste ein jeder selbst aus seinem eigenen Alltag in den letzten sechs Wochen. Beängstigend ist, dass die Reproduktionszahlt wieder bei 1.0 liegt, ein Wert, den wir bereits um 0,3 unterschritten hatten. Und wie kommt es dazu. Da die Infektionsdauer bis zur Erkrankung bis zu zwei Wochen betragen kann, ist der Anstieg ziemlich genau mit dem Verhalten der Bevölkerung an Osterwochendende zu erklären. Es gab viel Kontakt zwischen Familienmitgliedern und viele Menschen hielten sich im Freien auf, ohne dabei auf den gebotenen Abstand zu achten. Ich habe noch die Bilder vom letzten Wochenende im Kopf. In Parks und Grünanlagen versammelten sich Menschen in trauter Zwei- und Mehrsamkeit bei viel körperlicher Nähe. Dumm gelaufen!

Wer die Lockerungen der strikten Ausgangsbeschränkungen und die Erlaubnis bestimmter geschäftlicher Aktivitäten wie eine Art "Entwarnung" versteht, hat offensichtlich nichts verstanden. Wer eine Alltagsmaske trägt und nun nicht mehr auf den gebotenen 2m-Abstand achtet, ist gefährlich unvernünftig! Masken heben die Gefahr nicht auf, die noch sehr lange andauern wird, sie sind ein nur bedingt wirksamnes Mittel zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos. 

Es ist unsere Verantwortung, mit den so dringend notwendigen Lockerungen so umzugehen, dass es nicht doch noch zu einer Katastrophen-Pandemie kommt, wie sie es in Italien war, oder noch in England und Amerika herrscht. Die Konsequenzen eines erneuten shutdown aus "Verhaltens-Dummheit" wären kaum vorstellbar. Bitte, liebe Mitbürger, nichts ist vorbei, nichts ist normal, nicht ist "geschafft". Verzichtet auf Kuscheln im Stadtpark!

 

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