Deutsche Industrie in der Rezession

Wie üblich, zeigt erst der Blick auf das "ganze" Bild den Zustand der deutschen Wirtschaft

Themen:
Wirtschaft, Konjunktur

Es ist bedrohlicher als erwartet, was sich in der deutschen Wirtschaft tut. Das Bild der Konjunktur am Beginn der zweiten Jahreshälfte bedarf einer differenzierten Betrachtung.

Tendenz negativer als vermutet

Dass es um das Wachstum in der deutschen Wirtschaft nicht sonderlich gut bestellt sein würde im Jahr 2019 war lange schon vermutet worden.Aber die dynamische Abwärtsbewegung, die zur zweiten Jahreshälfte festzustellen ist, erstaunt dann doch. Die Wachtumsprognose für das Gesamtjahr liegt nur noch bei 0.3%. Diese Zahl ist das Ergebnis einer zusammenfassenden Darstellung über alle Wirtschaftsbereiche. Es bedarf nun eines differenzierteren Blicks auf das Gesamtbild, um zu erkennen, wo die Probleme liegen. Im Bereich Konsum und Dienstleistungen liegt der Wert bei 1,3%, im Investitionsbereich bei stolzen 3,8%, im Baubereich immerhin noch bei 2,9%. Alles gut?

Schwachstelle Industrie und Produktion

Um in der Quersumme das Gesamtwachtum von nur 0,3% zu erklären, bleibt nur die Feststellung, dass der Bereich Industrie und Produktion eine deutlich rezessive Entwicklung genommen hat. Und da zeigt sich die Schwachstelle der deutschen Wirtschaft: die Stärke des Exportweltmeisters ist nun seine verwundbare Stelle, der Außenhandel und die damit verbundene Abhängigkeit von internationalen Faktoren, die nicht in unserer Beeinflussung liegen.

Die Hoffnung auf einen soften Brexit mit Vertrag ist fast schon Vergangenheit, die immer noch anhaltenden wirtschaftlichen Spannungen zwischen China und den USA belasten stark, Russlands Einfluss auf die OPEC-Staaten hält die Ölfördermenge klein und den Preis hoch, die Europäische Union findet ihre Form nicht und in Italien regiert offensichtlich eine Gruppe von ökonomischen Sprengmeistern, die mit ihrer ungebremsten Schuldenpolitik den ganzen Euroraum mit in den Abgrund ziehen könnte. Wirtschaft lebt aber von Stabilität und Verlässlichkeit, sowohl im Inneren, wie im Äußeren. Und wenn erst spürbar wird, dass die wegbrechenden Erträge des Außenhandels mit industriellen Produkten das im Inland verfügbare Geld mindert, dann ist es auch aus mit der Konsumtion. Vielleicht begreifen das auch die, die immer noch der Meinung sind, alles ließe sich "national" regeln.

Schlechte Aussichten für Deutschland!  

 

 

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