Deutsche Wirtschaft unter Druck

Die deutsche Wirtschaft ist nicht erst seit der Corona-Krise in einer Schieflage

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft

Besondere Umstände bringen es mit sich, dass seit langem schon bestehende Probleme neu begründet werden. Das lenkt so wunderbar von den wirklichen Tatsachen ab. Die deutsche Wirtschaft ist schon lange in der Schieflage, da kommt der Corona-Virus als Begründung doch gerade recht!

Sprachregelung

"Die durch den Corona-Virus stark gebremste Weltwirtschaft zeigt nun auch ihren negativen Einfluss auf Deutschland". So oder so ähnlich können es die Bundesdeutschen in ihren Wirtschaftsnachrichten lesen. Danach wird auf ein bereits geplantes Wirtschaftsprogramm zur Förderung und Investition ins Spiel gebracht. Der Staat reagiert scheinbar schnell auf die neuen Umstände, da fühlt man sich als Bürger doch immer noch recht gut aufgehoben. Selbst über die Aufweichung der Schuldenbremse wird nachgedacht. Was aber keiner sagt: die deutsche Wirtschaft ist schon seit langem in einer strukturellen Schieflage, nur keiner hat es wegen der weltweit guten Gesamtkonjunktur der letzten Jahre bemerkt oder wollte es trotz Einsicht offen zugeben.

Fakten

Der gesamte E-commerce ist in amerikanischer Hand, die technologische Entwicklung digitaler Prozesse teilen sich China und Amerika, die Daten-Sammelstellen (google, facebook usw.), die den Rohstoff der Zukunft liefern, also individualisierte Informationen, liegen ebenfalls jenseits des Atlantiks. Unsere Domäre, die technologisch hochwertige Produktion mechnischer Ingenieursleistungen, werden in Zukunft nur noch die Hälfte wert sein, da die digitale Basis für die Weiterentwicklung und Transformation fehlt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass schon längst erkennbar ist, wie stark die Produktionsleistung des verarbeitenden Gewerbes nachlässt. Soweit die Seite der Wirtschaft!

Aber auch und gerade die Politik steuert ihre Fehlleistungen zu. Allein in den ersten drei Quartalen 2019 stiegen die Lohnstückkosten um 6,7%. Damit ist Deutschland international ein Spitzenplatz sicher und es verschlechtert seine Position gegenüber dem Euro-Raum, China und Amerika. Ein vergleichbarer Zeitraum waren die Jahre 1999 bis 2001. Die Kosten für Arbeit sind im vergleich mit den 27 stärksten Wirtschaftsnationen der Welt bei uns im Durchschnitt 25% höher. Unter dem Aspekt des konkurrierenden Wettbewerbs ist das ein k.o.-Kriterium. Der Grund für diese Entwicklung ist ein unglaublicher Berg an Ausgaben im Bereich der Sozialleistungen, ein Blick in die Kostenaufstellung des Bundesetats belegt das eindrücklich. Aber die Wahrheit ist noch schlimmer: seit Jahren steigen die Ausgaben für Soziales rasant schneller als die Wirtschaft wächst. Das führt zu einer Deckungslücke, die in Zukunft nur wieder mit neuer Verschuldung finanziert werden kann und dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst. Es hat eben irgendwann Konsequenzen, wenn der Staat soziale Boni in Form von Mütter- und Grundrente austütet, ohne eine ökonomisch glaubwürdige Gegenfinanzierung zu haben. So gut und sozial berechtigt im Einzelfall die zusätzlichen staatlichen Leistungen auch sind, so nachteilig sind die damit verbundenen Kosten für die Konkurrentfähigkeit unserer Wirtschaft und damit für deren Refinanzierung. Das bedeutet doppelter Druck: einerseits fehlt die Ausgabe und andererseits behindert das zusätzlich ihre wirtschaftliche Deckung. 

Das System "Sozialstaat" läuft schon lange aus dem Ruder. Es will nur keiner wahr haben, noch ist es doch schön bequem! Und am Ende ist der Corona-Virus schuld!

 

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