Die 20iger Jahre - Schicksalsjahre der deutschen Wirtschaft

Ende des "Wirtschaftswunders" oder am Anfang neuer Chancen?

Themen:
Transformation, Wirtschaft, Gesellschaft

Das Handeln von Politik, Unternehmen und Gewerkschaften entscheidet über die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Am Ende einer Phase des scheinbar unbegrenzten Wachstums heißt das: raus der der Komfortzone! Die Herausforderungen waren noch nie so komplex wie heute.

Nichts wird so bleiben, wie es war

Diese Aussage scheint das einzige zu sein, was sicher ist. Die Zukunft der deutschen Wirtschaft war noch nie von so vielen Faktoren und Unwägbarkeiten abhängig, wie am Beginn der 20iger Jahre. Die Weltwirtschaft ordnet sich neu, teilweise mit disruptiven und wenig höflichen Mitteln, denkt man an China und die USA. Der Klimawandel verlangt eh ein radikales Umdenken, wozu aber einige große Beteiligte nicht bereit sind, was auch zu ökonomischen Verschiebungen führen wird. Nationalismus und Populismus stehen einem übergreifenden Handeln im Wege. Hinzu kommt der digitale Wandel, eine überalterte Gesellschaft und eine Grundsatzfrage, ohne deren Klärung Zukunft langfristig gar nicht zu denken ist: wie gestaltet eine auf Wachstum durch Recourcenverbrauch aufgebaute Wirtschaft "Wachstum" mit Nachhaltigkeit? Dürfen es noch ein paar Probleme mehr sein? Die politisch instabile Weltlage wird noch so manche Überraschung für uns bereit halten.

Nationale Parameter

Mit Blick auf Deutschland läßt sich sagen, dass aus der Zukunft betrachtet die letzten 15 Jahre vermutlich als die Phase des zweiten deutschen Wirtschaftswachstums gelten können. Dass die vorbei sind, wissen wir seit der Entwicklung des Jahres 2019. Übrigens waren sie auch nicht das Ergebnis besonnener politischer Lenkung, sondern der wachsenden Weltwirtschaft und des Siegels "Made in Germany". Letzteres hat sich allmählich abgenutzt, weil andere Staaten fast alles an Innovation und Ingenieurs-Kunst nachgeholt haben, während wir uns von der gut laufenden Konjunktur einlullen ließen. Der Weltmarkt sieht heute anders aus und ohne ein wachsendes China kein prosperierendes Deutschland! Vor diesem Hintergrund machen die spezifisch deutschen Probleme geradezu Angst. Der Fachkräftemangel hemmt mittlerweile die Produktivktaft des Mittelstandes, während in den nächsten zehn Jahren die Umstellung auf E-Mobilität in der Autoindustrie 400.000 Arbeitsplätze kosten wird, bei den Automobilkonzernen wie in der Zulieferindustrie. Ohne Zuwanderung von Fachkräften wird das nicht zu stemmen sein, ebenso nciht ohne überzeugende Konzepte zur betrieblichen Weiterbildung. Vor dem Hintergrund dieser Aufgabe werden sich die Forderungen nach strukturellen Hilfen für die Kohleregionen relativieren, denn sie stellen nicht das zahlenmäßig größte Problem dar. Für die Digitalisierung hat die Politik bis heute kein Konzept, ebenso wenig wie für die Instandsetzung der maroden Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund erscheint die Forderung linker Parteien nach Ausweitung des Sozialstaates durch Steuererhöhungen geradrzu aberwitzig. Es ist abenteuerlich, dass solche politische Positionen immer erst ans Verteilen denken, statt an die Lösung der Frage, wie die Erwirtschaftung des zu Verteilenden erst ermöglicht und langfristig sichergestellt wird. Ebenso abenteuerlich ist aber auch eine Energiewende - so nötwendig sie ökologisch auch sein mag - die zunächst Ausstiegsszenarien aus Kohle- und Atomnutzung beschließt und dabei die Sicherung der Energielieferung aus erneuerbaren Quellen nicht zu ende denkt. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssen wieder zurückfinden zum Prinzip der konzertierten Aktionen, um Zukunft zu sichern. Dabei kommt gerade den Gewerkschaften eine Schlüsselrolle zu, die Transformation des Arbeitsmarktes mit zu gestalten, statt blind Forderungen nach Geschäftigungsgarantien zu formulieren. Das Zukunftswort heißt: gemeinsam und die Denkweise darf dabei mkeine Tabus kennen!

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