Die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder hat große Lücken

Ihr Kind ist durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt - aber nur bestimmten Zeiten und in zu geringem Umfang

Themen:
Gesetzliche Unfallversicherung

Es ist ohne Zweifel gut, dass es die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder gibt, aber wer sich allein auf sie verlässt, hat schnell das Nachsehen: sie leistet nämlich nur, wenn sich der Unfall unter bestimmten Bedingungen ereignet und ihr Leistungsumfang ist obendrein sehr gering.

Unfallschutz mit Lücken

Kinder haben gesetzlichen Unfallschutz. Das ist gut so! Problematisch ist dabei nur, dass er nicht immer gilt! Die Bedingungen für die Deckung aus gesetzlicher Sicht sind in klaren Definitionen festgelegt: der Schutz gilt in Kindergärten, im Hort, in der Schule und bei Veranstaltungen, die aus dem Besuch dieser Einrichtungen resultieren. Ebenso sind alle Hin- und Rückwege aus diesem Zusammenhang versichert. Aber da fangen die Probleme schon an: gilt der kleine Umweg, um noch mal schnell eine Süßigkeit im Supermarkt zu kaufen als Schulweg? Eben nicht! Und so werden Schulwege meist zu unversicherten Wegen. Aber viel gravierender ist die Antwort auf die Frage: wie verhält es sich mit dem Unfallschutz außerhalb von Schule, Hort und Kindergarten? Da besteht eben kein Anspruch aus gesetzlicher Unfalldeckung. Leider ereignet sich der größte Teil aller Unfälle von Kindern und Jugendlichen im rein privaten Rahmen, also ohne gesetzliche Leistungsansprüche, und das sind 60% aller Unfälle!

Leistungsumfang

Tatsächlich ist der Leistungsumfang der gesetzlichen Unfallversicherung auch nicht sehr hoch. Rentenzahlungen richten sich nach dem Grad der Invalidität nach einem Unfall, sondern nach dem Umfang, in dem die Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist. Das sind zwei sehr unterschiedliche Kriterien. Sollte aus gesetzlicher Deckung wegen völliger Erwerbsminderung gezahlt werden, richtet sich die Höhe der Zahlung nach dem Alter. So entspricht die Vollrente für ein Kind bis zum fünften Lebensjahr gerade einmal 449,17€, für ein Kind zwischen sechs und vierzehn 676,67€ und bei einem fünfzehn bis achtzähnjährigen jungen Menschen 812,-€. Und danach? Danach müssen andere Sozialträger aufkommen!

Lösung

Wer nicht in soziale Schieflage kommen will, braucht zum bedarfsorientierten Unfallschutz noch einen privaten Unfallvertrag. Der zahlt nämlich bei Unfällen in allen Lebenssituationen und unterscheidet nicht zwischen pribat und beruflich! Die Leistung kann als Kapitalzahlung oder als Rentenzahlung vereinbart werden. Die Grundlage der Bemessung der Zahlung ist ausschließlich der Grad der Invadilität und nicht die damit verbundene Einschränkung der Erwerbstätigkeit! Sollte eine Rentenzahlung vereinbart sein und die Invalidität 50% betragen (was für eine Unfallfolge eine vergleichsweise geringe Einschränkung bedeutet, wird eine monatliche Zahlung fällig, die lebenslang gezahlt wird! Der Möglichkeiten sind viele, lassen Sie sich beraten, bevor ein Fall mit Langzeitfolgen eintritt!  

 

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