Die Quadratur des Kreises

Pandemie-Bekämpfung zwischen Staat und Gesellschaft

Themen:
Staat, Gesellschaft

Seit sechs Monaten bewegen sich Staat und Gesellschaft zwischen Corona-Lockdown und Lockerungen. Grundsätzlich scheint in der Bundesrepublik vieles richtig gelaufen zu sein, vergleicht man die inländische Entwicklung mit dem Ausland. Aber der Schein trügt. Was läuft da schief?

Lockdown und Lockerungen

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurden lange Zeit vom größten Teil der Bevölkerung konsequent mitgetragen. Die Verunsicherung durch Corona war groß. Die Wirtschaft bging in die Knie, Schüler gingen nicht mehr zur Schule, alte Menschen starben in Heimen von ihren Angehörigen unbegleitet, das öffentliche Leben erlag den Umständen. Die mentale Belastung war für alle extrem. Die sinkenden Fallzahlen machten nach und nach ein wieder Hochfahren gesellschaftlicher Normalität unter bestimmten Normen möglich. Aber genau an diese Normen wollten sich nun viele nicht mehr halten.

Lange wurde gewarnt, dass Partys und Familienfeiern in engen Räumen mit zu vielen Personen zu Infektions-Auslösern werden, wenn unter diesen Umständen auch nur ein Infizierter anwesend ist. Das Gleiche galt für die Gastronomie. Aber immer wieder wurden die Regeln gebrochen, achtlos, sorglos, bedenkenlos, rücksichtslos. Der Blick auf südliche Länder, deren Lebensform grundsätzlich mehr soziale Kontakte im öffentlichen Raum mit sich bringt, zeigte schon früh das Anschwellen einer neuen Pandemie-Welle. Mittlerweile herrscht in ganz Europa wieder Panik vor einem kollektiven Lockdown, der eigentlich nicht nötig wäre, wenn sich alle Beteiligten in der Lockerung an die Regel gehalten hätten. Was aber als vermeintliche "Freiheit" der arrogante Anspruch auf rücksichtslosen Egoismus einiger zur Folge hat, belastet zunehmend wieder eine ganze Gesellschaft. Das könnte weitreichende Folgen haben!

Ein erneuter Lockdown wird nicht helfen

Wir haben immerhin einiges über Corona gelernt. Wir wissen heute, welche Umstände und Bedingungen die Ausbreitung des Virus fördern. wir wissen, welche Situationen in der Gesellschaft vermieden werden müssen, um die gesamte Gesellschaft dadurch in Funktion zu halten. Da sich immer wieder die gleichen gesellschaftlichen Gruppen nicht an die Regeln halten, erwartet der Großteil der Gesellschaft zum Schutz ein gezieltes und deutlich konsequerenteres Einschreiten des Staates gegen die "Gefährder"! Statt dessen ist die Gesamtentwicklung wieder so weit fortgeschritten, dass Maßnahmen anstehen, die wieder alle treffen. Die Bereitschaft der Mehrheit, darin zu folgen, ist aber abhängig von der Überzeugung, dass der Staat fair und gerecht handelt. Unterläßt er zielgerichtete Maßnahmen gegen bestimmte Verhaltensweisen bestimmter Gesellschaftsgruppen, wird er in der Breite die Gefolgschaft in den notwendigen Maßnahmen verlieren. Der Zusammenhalt und die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft in allen Bereichen stünde auf dem Spiel. Wir brauchen einen konsequent und hart handelnden Staat, nicht in der Fläche, sondern an den Hot-Spots der Verhaltensauffälligkeit.   

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