Die Wirtschaft erholt sich - wirklich?

Die zweifelhafte Selbstzufriedenheit des Bundesministers für Wirtschaft

Themen:
Wirtschaft, Konjunktur

Peter Altmaier hat ein sonniges Gemüt und ein kurzes Gedächtnis, eine selektive Wahrnehmung, gepaart mit einem einzigartigen Optimismus. Mit Fakten hat die Welt des Peter Altmaier dagegen nicht sehr viel zu tun. Schauen wir uns die Daten mal genauer an.

Die Sprache der Hoffnung

Wirtschaft ist auch eine Menge Psychologie, vor allem, wenn es um konjunkturelle Erwartungen geht. Und jede positive Nachricht ist da willkommen.  Dass die Aussage über die gesamt wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2020 das Ergebnis einer "Mischkalkulation" darstellt, ergibt sich aus dem einmaligen Verlauf dieses Jahres, Schwankungen inbegriffen. Es ist aber schon ziemlich "blauäugig", in Anbetracht eines erwarteten Minus des BIP von 9,7% von einer Krise zu sprechen, die nur wenig negativer ausfalle, als die Situation nach 2008 mit einem Minus von 2,7% - auch wenn man Schwankungen mit einbezieht.

Zum einen ist es arg irreführend, von "der" Konjunktur und "der" Wirtschaft pauschal zu reden, wenn man doch weiß, dass ganze Wirtschaftszweige gegenwärtig von den Folgen der Pandemie so betroffen sind, dass sie fast 100%ige Totalausfälle aufweist, wie zum Beispiel der Kulturbetrieb. Da herrscht Heulen und Zähneklappern. Auch wenn vereinzelt wieder kulturelle Veranstaltungen stattfinden, ist jedem bewußt, dass die Unterfinanzierung durch Mindereinnahmen viele Kulturinstitutionen bald sterben lassen wird. Worte wie "die Talsohle ist durchschritten" und "der Kern der deutschen Beschäftigung konnte erhalten werden" sind geradezu zynisch. Würde nach einem shutdown die Wirtschaft nicht wieder leicht an Fahrt aufnehmen, stünde man kurz vor dem kollektiven Exitus und die Erhaltung des Kerns deutscher Beschäftigung schließt ohne Probleme eine dennoch steigende Zahl Arbeitsloser widerspruchslos mit ein. Man fragt sich, was so eine nichts sagende Politrethorik vor dem Hintergrund so vieler nicht gelöster Probleme für viel zu viele Betroffene soll. War es nicht der Bundesminister für Wirtschaft Peter Altmaier, der am Anfang der Pandemie den zuversichtlichen Satz in die Welt setzte, dass kein Arbeitsplatz wegen Corona verloren gehen würde. Man kann Herrn Altmaier nicht vorwerfen, dass auch er Unmögliches nicht bewerkstelligen könne, man kann ihm aber vorwerfen, es zu behaupten!  

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