Die zweite Corona-Welle läuft

Wir treiben ein verantwortungsloses Spiel mit dem Feuer

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit

Weltweit galoppiert die Corona-Pandemie ungebremst. Die Restriktionen in Deutschland haben das Schlimmste zumindest bei uns vermieden. Aber es scheint, dass nach den Lockerungen des shutdown sich kaum mehr jemand der immer noch bestehenden Gefahr einer Ansteckung bewußt ist. Kommt es zu einem weiteren shutdown, werden wir ökonomisch dem Ende nahe sein.

"Freiheit" - ein arg strapazierter Begriff

Das Corona-Virus wütet weltweit, in den Ländern Europas hat sich ein halbwegs erlebbares Gleichgewicht zwischen Neuerkrankung und Gegesung eingependelt, aber an vielen Stellen auf unserem Erdball, wo Restriktionen zu früh und zu schnell zurückgenommen wurden, wie zum Beispel in Israel, rollt schon die zweite Corona-Welle. Und das dann schlimmer als zuvor. Niemand will sich seine wieder gewonnene Freiheit nehmen lassen - und das macht die Sache dann erst richtig schlimm. Unter dem Begriff "Freiheit" wird gehandelt, als sei Freiheit das Recht auf aberwitzigen Schwachsinn auf Kosten anderer, ganz so, als gäbe es auch das Recht, andere in Gefahr zu bringen und anzustecken. Die einen sitzen wieder eng gedrängt in Flugzeugen und fliegen nach Malle, mal wieder so richtig die "Sau rauszulassen", es gab ja lange keinen Spaß. Die anderen treffen sich nachts im Stadtpark zur Rapper-Party. Nicht nur dass der Park unter Müll und Verwüstung leidet, Party feiern geht ja nicht auf Abstand. Hinzu kommen noch immer wieder aufflackernde Hotspotz in bestimmten Wirtschaftbetrieben oder Regionen. Alles das könnte Ausgangspunkt für etwas sein, das schlimmer als die erste Corona-Welle ist, weil nämlich mittlerweile vom öffentlichen Bewußtsein zur Präventions-Pflicht lediglich die unwillig getragene Mund-Nasen-Maske beim Einkauf im Supermarkt übrig geblieben ist.

Das "Recht" auf Freiheit hilft nicht weiter

Wenn mit dem Recht auf Freiheit das Recht des Einzelnen auf unbeschränktes Handeln gemeint ist, handelt es sich nicht um Freiheit, sondern um Egoismus und Willkür. Auf dem Spiel steht neben der Ansteckung anderer das fatale Spiel mit dem Auslösen einer nicht mehr kontrollierbaren Pandemie-Welle, die einen - dann aber für alle - erneuten shutdown zur Folge hätte. Noch sind die Folgen des ersten shutdown wirtschaftlich nur teilweise in der Gesellschaft angekommen, obwohl hunderttausende Soloselbständige nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen und Großunternehmen umfangreiche Entlassungslisten erarbeitet haben, die im zweiten Halbjahr umgesetzt werden, da riskieren die entfesselten Bürger im Stile grenzenloser Normalität neue Ausgangsszenarien. Diese Normalität gibt es nicht - und es wird sie lange nicht geben. Ist diese Realität so vielen Bürgern nicht begreiflich? Ist es wirklich nicht verständlich, dass der Staat kein zweites Mal mit Rekordverschuldung die schlimmsten Konsequenzen wirtschaftlicher Corona-Folgen abfangen kann. Sind 10 Millionen Menschen in Kurzarbeit, also bezahlt auf Rechnung des Arbeitsamtes, keine wahrnehmbare Größe in unserer Gesellschaft?

Wer das alles mal wieder als Hysterie abtut und entsprechend handelt, vergeht sich an der Gesellschaft als ganzes! Deutschland 2020, eine entsolidarisierte Gesellschaft an Rande der Selbstauflösung. Und dabei könnte ein Blick über den Tellerrand in die brutalen Pandemie-Krisengebiete so heilsam aufklären, aber Egoisten blicken nur auf sich!  

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