Donald Trump und sein Scherbenhaufen

Ein ehemaliger Präsident und seine Nachwirkungen

Themen:
Amerika, Gesellschaft

Die amerikanische Gesellschaft ist nicht erst gespalten, seitdem Donald Trump Präsident war. Er hat diese Spaltung lediglich benutzt und weiter getrieben. Was Donald Trump hinterlässt, ist ein politischer Scherbenhaufen, der für die Amerikaner in Zukunft noch sehr gefährlich werden kann.Warum?

Zweites Impeachment gescheitert? Ja, aber...

Wie nicht anders zu erwarten, ist der zweite Versuch, gegen Donald Trump ein Impeachment zu erwirken, gescheitert. Das ist die vordergründige Ansicht dieses Umstands, die uns aber nicht die ganze Wahrheit zeigt. Nach der Darstellung und Diskussion aller Fakten im Senat, scheint die faktische und moralische Verantwortung für die unsägliche Erstürmung des Washingtoner Capitols durch Anhänger Trumps ganz offensichtlich beim damals noch amtierenden Präsidenten zu liegen. Und das ist nicht nur die Ansicht der Demokraten im Senat, sondern auch vieler Republikaner. Dennoch waren es nur sieben republikanische Abgeordnete, die sich offiziell dem Votum für das IMpeachment anschlossen. Für den Rest der Republikaner, zumindest für die, die nicht blind zu Trump stehen, gab es nämlich eine Art "Helden-Notausgang" Viele gaben für die Abgabe ihres "Nein" die Begründung an, es sei durch die Verfasung nicht möglich, Donald Trump, der in der Zwischenzeit "ehemaliger" President ist und damit privater Bürger, nachträglich des Amtes zu entheben. Mitch McConnell, der Führer der republikanischen Senatoren, trat vor die Versammlung und wies genau auf diesen Umstand hin, um dann sofoert festzustellen, dass Donald Trump dennoch faktisch und moralisch die Schuld an den Ereignissen vom 06.Januar habe. Man muss darauf hinweisen, dass McConnell nicht irgendein republikanischer Senator ist, sondern den konservativen Markenkern seiner Partei verkörpert. Und wo liegt jetzt das Problem?

Späte Wirkung, ungewisse Zukunft

Dass Donald Trump das Urteil des Senats als verbriefte "Reinwaschung" interpretiert, McConnell überhört und sich als völlig schuldlos darstellt, verwundert niemanden, der Trump ein wenig kennt. Aber betrachten wir den Zustand der republikanischen Partei. Die Rolle, die Trump am 06.Januar spielte, ist unleugbar. Dennoch tun dies viele amerikanische Bürger, und zwar die, die auch immer noch glauben, Trump sei in Wahrheit der rechtmäßige President. Viele von ihnen haben eine hohe Gewaltbereitschaft und es ist ja auch nicht zu leugnen, dass eine fast so große Zahl von Bürgern Trump wählten, wie Joe Biden. Das stellt die Republikaner vor große Probleme. Ein Teil ihrer Partei ist nach wie vor Anhänger von Trump, ein anderer Teil hat von seiner Politik wie von Fake News die Nase voll, fürchtet aber die Stimmung seiner Wähler für die eigene Zukunft, zum Beispiel als Senatoren. Was tun? Die Spaltung auch in der republikanischen Partei ist groß und kaum zu überwinden. Zusätzlich droht Trump mit der Gründung einer eigenen Partei, was die Wähler der Republikaner ebenfalls spalten könnte. Zwei republikanische Parteien unterschiedlichen Namens würden die gesamte Gruppe konservativer Wähler für unabsehbare Zeit von der Macht vernhalten und dauerhafte Opposition bedeuten. Auch in Kongress und Senat würde die Spaltung der Konservativen in zwei Gruppen für permanent unstabile Zustände sorgen. Ja, das amerikanische Regierungs-System ist dem deutschen doch ziemlich fremd, es funktionierte von je nur über die Konkurrenz zweier Parteien. Amerika könnte in die Unregierbarkeit abrutschen. Obamas Administration konnte davon schon ein Lied singen, was es heißt, wenn ein Präsident zwar gewählt, aber nicht handlungsfähig durch fehlende Mehrheiten ist. Wenn man dann bedenkt, dass sich in Amerika langsam aber klar und deutlich eine militante Rechte in der Bevölkerung formiert, kann einem Angst und Bange werden. In Florida sitzt einer, der in der Dynamik dieses Prozesses seine Chance sieht. Gott bewahre!   

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