Einbruch an der New Yorker Börse

Dow Jones verliert 3,15 Prozentpunkte an einem Tag

11.10.2018
aktualisiert am 11.10.2018

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft

Ungewöhnlich starker Kursverfall des Dow Jones im Oktober. Stellt sich die problematische Politik Donald Trumps im Außenhandel mittlerweile im eigenen Land als bremsend heraus? Die Konjunkturdaten sind doch positiv!

Natürlich ist das Beziehungsgeflecht wirtschaftlicher Umstände komplex, wenn eine Börsenentwicklung turbulent verläuft. Nicht anders verhält es sich auch im Fall des gestrigen Börseneinbruchs an der Ney Yorker Wallstreet um 3,15 Prozentpunkten. Die amerikanischen Konjunkturdaten sind positiv, vor allem geschuldet der gigantischen Steuersenkung, die Donald Trump zum Beginn seiner Amtszeit beschlossen hatte. Dagegen steht ein vermuteter Ausfall von Steuereinnahmen, was eine immense Erhöhung der amerikanischen Staatsverschuldung zur Folge haben wird. Steuersenkungen refinanzieren sich in der Regel nämlich nicht - wie immer behauptet wird - durch höhere Steuereinnahmen aus dem konjunkturellen Anschub-Effekt! Hinzu kommt, dass bei guter Konjunkturlage von den nationalen Notenbanken mit der Erhöhung des Leitzinses reagiert wird, um der Inflation entgegen zu wirken. So ist es in den USA geschehen, dass die FED die Leitzinsen entsprechend erhöht wurden. Das bremst natürlich die Konjunktur ein wenig. Hinzu kommt, das weite Teile der amerikanischen Wirtschaft die Folgen der amerikanischen Zollpolitik für die Binnenwirtschaft fürchten. Die Reaktion aus beiden Aspekten erleben wir gerade an der Wallstreet. Natürlich passt das Donald Trump gar nicht, erst recht nicht vor den anstehenden midterm Wahlen. Obwohl die FED unabhängig und eigenständig handelt und daher von amerikanischen Präsidenten nie direkt kommentiert wird, äußert sich Donald Trump in seiner Reaktion deutlich kritisch und wähl dafür sogar Worte, die weit über das zulässige hinausgehen: "Die FED ist wohl verrückt geworden!" Harter Stil, aber die übliche Trump-Manier! Die Präsidentin des Internationalen Währungsfond, Christine Lagard, hält dagegen und erklärt das Handeln der FED als absolut angemessen und angesichts der guten amerikanischen Konjunkturdaten als geboten, um gegen die Inflation zu arbeiten.

Ob der amerikanische Präsident wirklich ein guter Wirtschaftspolitiker ist?  

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