Gedanken zum Tag der Arbeit

Der 1. Mai ist der "Feier"-Tag der Arbeit. Wir sollten diesen Tag intensiv zum Nachdenken über Arbeit nutzen. Das Bild der Arbeit wird sich nämlich sehr ändern!

Themen:
Digitalisierung

Am Vorabend zum 1. Mai 2018 stehen wir gleichzeitig am Vorabend einer neuen Epoche in der Arbeitswelt. Arbeitswelt 4.0 heißt nämlich Zeitenwende in die Digitalisierung! Was das bedeutet, ist bisher kaum jemandem bewußt, obwohl fast jeder Arbeitnehmer davon betroffen sein wird, auch das vermeintlich so stabile Handwerk.

1. Mai, Tag der Arbeit, als Feiertag der Arbeit ist es ein historisches Datum. Er geht zurück auf den Aufstand von Arbeitern in Chicago vor 130 Jahren. Vieles von den damaligen Foderungen ist schon seit langem sozialer Standart in unserer modernen Arbeitswelt, auch wenn dieser Tag traditionell der Zeitpunkt ist, zu dem Gewerkschaften und Arbeitnehmer ihre sozialen Forderungen formulieren und Kundgebungen veranstalten. Aber vieles in der Arbeitswelt verändert sich zur Zeit, was uns über "Arbeit" ganz neu nachdenken lassen sollte.

Wachstum

Ein altes, aber immer wieder auch neues und zunehmend problematisches Thema der Wirtschaft ist die Notwendigkeit von Wachstum. Eine Marktwirtschaft, die auf Investition von privat besessenem Geld beruht, braucht Wachstum. Es gäbe sonst keine Rendite und ohne Rendite gäbe es kein Grund zur Investition. Ohne Investition gäbe es keine Arbeitsplätze, also auch keinen Überschuss, der als Einkommen der arbeitenden Bevölkerung gezahlt werden könnte. Soweit so bekannt. Gemeinhin heißt das Kapitalismus, - und gegen den hatte selbst Karl Marx nichts einzuwenden. DAs System war auch ihm bekannt. Ihm ging es um den Besitz der Produktionsmittel, um die Ausbeutung der Arbeitnehmer zu verhindern. Aber das System kapitalistischer Wirtschaft als Grundprinzip hielt auch vor ihm Stand. Worum geht es dann also, wenn wir Wachstum als Problem begreifen? Es geht schlicht um die Recourcen und die Umwelt! Eine wachsende Weltbevölkerung braucht immer mehr und neue Produkte, also für Wachstum scheint per Nachfrage gesorgt, aber Rohstoffe sind begrenzt und Energie ist nicht ohne nachteilige Wirkum auf unseren Globus produzierbar. Auch ein wachsender Ast wird zur Gefahr, wenn man ihn durch Raubbau und Unverhältnismäßigkeit absägt. Wir müssen uns also in Zukunft fragen, ob es nicht auch Wachstum geben kann, ohne die genannten nachteiligen Nebenwirkungen. Beschäftigung und sinnvolles Wachstum wird kaum möglich sein, wenn wir nicht in der Ausweitung sozilaer Dienst, also Arbeit am Menschen, unser "Wachstum der Zukunft" sehen werden.

Digitalisierung

Neben der Wachstumsproblematik wird die Arbeitswelt in Zukunft durch die Digitalisierung geprägt sein. Aber was ist Digitalisierung? Die meisten verstehen darunter etwas, was man eigentlich nur Technisierung nennen sollte, also eine vermehrte Nutzung der uns bisher schon bekannten Computertechnologie. Digitalisierung meint aber etwas anderes, KI, d.h. künstliche Intelligenz, selbstlernende elektronische Systeme, die zum Teil die kreativen Prozesse menschlichen Denkens ersetzen. Ein Arzt, der heute viele Daten erhebt, um eine gute Diagnose zu stellen, wird in Zulunft dann nur noch die Daten zusammentragen, um den Computer die Diagnose stellen zu lassen. Ist der Arzt dann aber noch ein Arzt? In einer amerikanischen Kleinstadt ermittelt ein polizeilicher Computer soviele Daten über seine Bürger, dass auf dieser Basis Hochrechnungen angestellt werden, um potenzielle kriminelle Handlungen und die Orte, andenen sie zu erwarten sind, vorausgesagt werden können - udn das ganze mit atemberaubender Genauigkeit. Was folgt daraus aber für Bürger und Polizei? Lassen sich solche Überlegungen auch in wirtschaftlicher Hinsicht anstellen und was bedeutet das für die Arbeitende Bevölkerung? Wird es vor diesem Hintergrund voraussagbarer Wirtschaftszyklen noch feste Anstellungsverhältnisse geben? Wie viele Menschen werden in einer komplett elektronisch gesteuerten Produktion, die die eingreifende und korrigierende Hand des Menschen nicht mehr braucht, noch arbeiten und vor allem für welche Resttätigkeiten. Wie viele Menschen werden von dieser Arbeitswelt freigesetzt werden? Kommt dann das bedingungslose Grundeinkommen? Wie wird das aber finanziell generiert? Bedeutet das nicht eine ganz andere Form von Unternehmensbesteuerung? Glauben Sie mir, dies sind nur die Anfangsfragen in der Arbeitswelt 4.0! Der 1. Mai ist als Tag der Arbeit ein guter Tag, um mit dem fragen anzufangen

Stimmen Sie ab! Wie gefällt Ihnen diese Seite?

Durchschnittlich 0 von 5 Sternen (0 Bewertungen)

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!





Erlaubte Tags: <b><i><br>Kommentar hinzufügen:


Gute Bewertungen sind die besten Empfehlungen.

Das sagen unsere Kunden über uns:

makler.de - Mit Sicherheit gut beraten

bfh Finanzhaus Berlin

Versicherungs- und Finanzberatung seit über 40 Jahren in Berlin.
Wir sind für Sie da, mit Objektivität, Fairness und Freude an der Zusammenarbeit mit Ihnen!
Ihre Zufriedenheit ist unser Verdienst.
Mehr lesen

Liebe Kunden,
das Finanzhaus Berlin hat zum 01.01.2021 seine Arbeitsweise grundlegend und dauerhaft geändert. Das Agentur-Büro ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Zu all Ihren Anliegen können Sie uns telefonisch, per E-Mail oder via online-Chat erreichen.

Sie erreichen uns wie gewohnt Montag bis Freitag von 9.00 - 17.30 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter
030 300 109 0

Ihr Finanzhaus Team