Gedanken zur Corona-Rezession

Konjunktureller Einbruch des BIP von 5% in 2020

Themen:
Wirtschaft, Konsum, Handel

Der finanzielle Schaden der Pandemie für die Wirtschaft scheint geringer als angenommen. Stimmt das aber auch wirklich, oder verbirgt sich hinter den reinen Zahlenwerten doch eine komplexere und weniger schöne Wahrheit?

Besser als erwartet - wirklich?

Rückblickend auf das Jahr 2020 und die Corona-Pandemie mit all ihren wirtschaftlichen Folgen läßt sich feststellen, dass die erwartete Rezession von annähernd 6% geringer ausgefallen ist. Sie liegt bei 5% und damit sogar um 0,7% unter dem Wert, der 2007/2008  der deutschen Wirtschaft als Einbruch zu schaffen machte. Schön, könnte man sagen, aber dann erligt man einem Irrtum. Eine solche platte Zahlendarstellung verzerrt die Tatsachen. Die prognostizierte Größe der Rezession stammt aus einer Anfangsphase des ersten Lockdown, zu dem der Umfang an Konjunkturhilfen, die der Staat in der Zwischenzeit aber bereitgestellt hat, noch nicht beschlossen war. Bedenkt man, wie exorbitant groß die Summe des in die Wirtschaft gepunpten Geldes ist, dann erscheint der Hilfseffekt von 0,7% weniger Rezession als ohne Hilfen geschätzt wie das Verpuffen einer Knallerbse. 

Strukturelle Unterschiede

Vergleicht man die Rezessionsphase von 2007-2009 mit der Rezession als Folge der Pandemiemaßnahmen in 2020, so fallen sofort wesentliche strukturelleUnterschiede auf. In der Zeit der Eurokrise erfuhr die Wirtschaft auf breiter Linie, also über alle Branchen, einen Einbruch von 5,7%. Auch wenn die Rezession in 2020 ein wenig geringer ausfällt, differiert das Bild in sich stark, es gibt also in ein und derselben Situation Gewinner und Totalverlierer. Während Export und Produktion annähernd gleich blieben, brachen ganze Branchen völlig ein, ja, sind im Grunde tot, bzw. werden sehr, sehr lange brauchen, um sich zu erholen. Der rezessive Effekt zieht sich also in die Länge, ganze Gruppen bestimmter Tätigkeitsformen sind ganz weggebrochen. 0,7% Vorsprung vor dem Jahr 2007/8 ist tatsächlich kein Trost! 

 

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