Großes Risiko - meist verkannt: Berufsunfähigkeit

Fünf Einwände gegen eine BU-Versicherung und die dahinter stehenden falschen Annahmen

Themen:
Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung

Wir alle wissen doch von fast allem mindestens doch ein wenig, oder? Ganz gewiss! Die Frage ist aber, ob dieses, meist auch noch falsche Teilwissen als Grundlage schwerwiegender Entscheidungen taugt. In der öffentlichen Meinung gibt es viele Vorbehalte gegen eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier fünf Einwände und ihre falsche Grundlage

1. Ich werde eh nicht berufsunfähig!

Tolles Argument, meist gestützt von der inhaltlichen Begründung, man arbeite ja in einem Büro an einem Schreibtisch, was kann da schon passieren? Unabhängig davon, dass einseitige Bürotätigkeit zu heftigen körperlichen Folgen führen kann, muss festgestellt werden, dass mittlerweile 28% aller BU-Fälle durch psychische Erkrankungen bedingt sind, also nicht im Zusammenhang mit extremer körperlicher Tätigkeit stehen. Es kann also jeden treffen! Und wer im Büro arbeitet, ist nicht auf der sicheren Seite.

2. Der Staat zahlt ja auch!

Richtig!, aber wie viel? Die staatliche Erwerbsminderungsrente fordert erstens harte Voraussetzungen, damit überhaupt gezahlt wird - und dann reicht sie hinten und vorne nicht! Es hatte ja auch seinen Grund, warum die gesetzliche Berufsunfähigkeits-Versicherung durch die striktere und kargere Erwerbsminderungsrente abgelöst wurde - sie wurde einfach zu teuer. Was der Staat heute noch leistet, reicht oft zum "Verhungern"!

3. Wenn ich eine Versicherung habe, zahlt sie im Schadenfall dann doch nicht!

Um überhaupt einen Anspruch auf staatliche Leistungen zu bekommen, müssen bestimmte Bedingungen in Bezug auf die Zugehörigkeit zur Sozialversicherung erfüllt sein, sonst geht man ganz leer aus. Habe ich einen privaten BU-Vertrag unterschrieben, der nach ehrlicher Beantwortung der Gesundheitsfragen policiert werden kann, greift die Deckung des Risikos sofort!

4. Eine Berufsunfähigkeitsversichrung ist extrem teuer!

Na ja, das kann passieren, wenn man ganz besonders schlau ist, sich lange Zeit läßt mit einem Vertrag und meint, man spare in jüngeren Jahren erstmal viel Beitrag. Tatsächlich liegt die BU-Wahrscheinlichkeit im Laufe eines Berufslebens mittlerweile bei fast 30 %. Es handelt sich also um ein sehr hohes Risiko, dass der Versicherung im Leistungsfall auch eine Menge Geld kostet. Nehmen wir einen 45-Jährigen, der berufsunfähig wird und nun monatlich bis zum 65. Lebensjahr 1.500,- Rente erhält. Das wäre ein Betrag von 360.000,- Wer bei der Wahrscheinlichkeit von 30% ein so hohes Risiko absichern will und erst in der Altersphase damit beginnt, wo das eigentliche Risiko liegt, zahlt extreme Beiträge - nur zu verständlich! Wer aber in jungen Jahren, in der Ausbildung, während oder nach dem Studium damit beginnt, genießt nicht nur in jungen Jahren Versicherungsschutz, er hat auch eine durchgehend gleibleibende, geringe Beitragshöhe. 

5. Man zahlt und bekommt am Ende eh nichts raus!

Das könnte sein, aber wo ist das Problem? Ich fühle mich gern gut abgesichert, aber verzichte gerne darauf, dass der Versicherungsfall eintritt. Soll ich mir einen Brand oder einen Einbruch wünschen, damit die Versicherung sich "lohnt"? Toll, wenn ich im Schadenfall versichert bin, aber wie gut, wenn ich von Schaden und Krankheit verschont wurde. Manche Menschen haben schon eine krude Logik.

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