Haben E-Autos eine erhöhte Brandgefahr?

Expertenmeinungen zur Brandgefahr von E-Autos widersprechen der Annahme eines erhöhten Risikos

Themen:
Kfz-Versicherung, E-Mobilität

Autos besitzen eine Betriebsgefahr, auch durch die Art ihres Antriebs. E-Autos machen da keine Ausnahme. Aber die Annahme, von ihnen ginge eine erhöhte Gefahr aus, läßt sich nicht belegen. Expertenmeinungen widerlegen falschen Annahmen und kommen zu ganz anderen Ergebnissen.

Was man so hört

Die Meldungen klangen bedrohlich, gaben aber einen verzerrten Blick auf die Tatsachen wieder. Spätestens seit einige Kommunen in Deutschland die Einfahrt für E-Autos in Tiefgaragen verboten, war das scheinbare Problem im Bewußtsein der Öffentlichkeit. Die Frage ist nur, ob die Angst vor brennenden E-Autos durch Tatsachen gestützt wird. Ja, natürlich können E-Autos ebenso in Brand geraten wie andere Fahrzeuge, aber eine statistische Auffälligkeit bezüglich der Häufigkeit von Bränden einer bestimmten Antriebsart läßt sich nicht erkennen. Nach Expertenmeinung gibt es keinerlei Anlass, E-Autos die Einfahrt in Parkhäuser und Tiefgaragen zu verwehren.

Die Experten

Nach entsprechenden Untersuchungen sagt Peter Bachmeier, Leitender Branddirektor und Vorsitzender des Fachausschuss Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der deutschen Feuerwehren: "Das Sperren einer Garage für alternativ angetriebene Pkw ist aus brandschutztechnischer Sicht nicht angezeigt, wenn die Garage dem Baurecht entspricht." Und davon sollte doch bei öffentlichen Tiefgaragen und Parkhäusern auszugehen sein. "Aus unseren Statistiken gibt es keinerlei Hinweise, dass Elektrofahrzeuge häufiger brennen als Autos mit Verbrennungsmotor." So äußert sich Alexander Küsel, Leiter der Schadenverhütung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschft e.V. (GDV). Die Sicherheit einer Tiefgarage ist abhäbgig von der Qualität des Brandschutes vor Ort, nicht aber von der Antriebsart der eingestellten Fahrzeuge. Zwar lassen sich bei den unterschiedlichen Antriebsarten unterschiedliche Risikoarten feststellen, darin liegt aber keine Aussage über deren grundsätzliche Gefährlichkeit.

Grundsätzlich sollte aber kein defektes Fahrzeug, egal welcher Antriebsart, in einem Parkhaus oder in einer Tiefgarage geparkt werden. Kommt es zu einer akuten Gefahr, ist das Problem der Erreichbarkeit des Fahrzeugs in einem Gebäude für die Feuerwehr besonders schwer. 

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