Haftung des Autofahrers bei Unfällen "ohne Berührung"

Ein Radfahrer weicht einem Auto aus und stürzt. Wer haftet?

Themen:
Straßenverkehrsordnung, Gerichtsurteil

Ein Autofahrer kann unter Umständen zur Haftung herangezogen werden, wenn sein Fahrverhalten zu einem Unfall führt, ohne dass es zu einer Berührung kam. Das Oberlandesgericht Frankfurt sprach dazu ein Urteil.

Unfall ohne Berührung

Wenn ein Autofahrer durch seine Fahrweise einen Radfahrer zu Fall bringt, ohne dass eine Berührung stattfindet, kann der Autofahrer entweder ganz oder teilweise mit in die Haftung genommen werden. Für den Umfang der Haftung ist dabei natürlich wesentlich das Fahrverhalten des Autofahrers hinsichtlich der Forderungen der Straßenverkehrsordnung. Natürlich ist das Fahrverhalten des Radfahrers ebenso mitentscheidend.

Natürliche Betriebsgefahr

Ein wesentliches Merkmal für die Mithaftung des Autofahrers bei einem solchen Unfall liegt in der grundsätzlichen Gefahr, die im Betrieb eines Fahrzeugs liegt. Das gilt zwar im Prinzip auch für das Fahren eines Fahrrads, ist aber wesentlich geringer im Risiko für Dritte. Entsprechend der Konstellation im betreffenden EInzelfall kann die Mithaftung des Autofahrers bei 50% und mehr liegen.

Radfahrer sind neben Fußgängern die schwächsten Glieder in der "Verkehrskette". Ihnen gilt besondere Beachtung und Rücksicht! 

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