Immer mehr Rentner leben von Grundsicherung

Die Altersarmut wächst stetig - für viele Rentner bestimmt die "Grundsicherung" das Lebensniveau

Themen:
Grundsicherung, Rente

Die Diskussion über Altersarmut ist so beständig wie der kontinuierliche Anstieg der Anzahl von Senioren, deren Existenzgrundlage die Grundsicherung ist. Auch wenn in Talkshows und Diskussionsrunden immer wieder Analysen vorgelegt werden, die das Gegenteil errechnen wollen, so bleibt es leider ein Faktum, dass Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander driften

Grundsicherung - Grundrente?

Zunächst zum Unterschied: Die Grundsicherung ist eine staatliche Sozialleistung entsprechend der Sozialhilfe, genauer Hartz IV, Arbeitslosengeld II, und wird an Menschen gezahlt, die die Regelaltersrente erreicht haben und von ihren Rentenansprüchen so schlecht gestellt sind, dass sie unter der Versorgungsgrenze des Alg II liegen. Das Grundsicherungsgesetz datiert aus dem Jahr 2003. Die Grundrente ist eine Mindestrente, die über der Versorgungsgrenze von Hartz IV, Alg II liegen soll. Das Modell dieser Versorgung liegt als Gesetzentwur des Ministers für Arbeit und Soziales vor, wird von der Bundesregierung aber noch diskutiert, da ihre geplante Durchführung Probleme aufweist.

Die Entwicklung seit 2003

Seit Einführung der Grundsicherung im Jahr 2003 ist die Anzahl derer, die diese Leistung in Anspruch nehmen müssen, um 57% gestiegen. Im Jahr 2019 waren das 526.000 Personen. Zu Beginn lag der Anteil Frauen, die Leistung erhielten, bei 71% gegenüber 29% Männern. Dieses eklatente Mißverhältnis hat sich bis heute aber wesentlich geändert und liegt bei einem Frauenanteil von 56%. Der Leistungsumfang entspricht den Hartz IV-Sätzen, gegenwärtig 432,- für Alleinstehende und 389,- pro Person bei Paaren. Hinzu kommt die Übernahme der Kranken- und Pflegeversicherung, sowie Leistungen für Miete und Heizung im angemessenen Umfang.

Der Verlauf der Entwicklung seit 2003 läßt alle gegenteiligen Darstellungen mehr als fragwürdig erscheinen. Unsere Gesellschaft segmentiert sich zunehmend mit einem ansteigenden Anteil armer Menschen. Die Lösung dieses Problems kann aber nicht in der Ausweitung von staatlichen Sozailleistungen liegen, sondern in einer gerechteren Entlohnung von Arbeitsleistung während der Erwerbsphase. Wer heute von Mindestlöhnen leben muss, wird erstens keine auskömmliche Rente beziehen und ist als Berufstätiger wohl kaum in der Lage, eigene private Vorsorge zu betreiben, die aber dringend nötig ist, um das Einkommensniveau im Rentenalter so weit es geht beizubehalten. Private Altersvorsorge tut Not, man muss sie sich aber auch leisten können, sonst sind alle guten Ratschläge sinnlos! 

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