Keine staatlichen Leistungen mehr bei Elementarschäden

Ohne eigene Elementarschaden-Versicherung geht es nun nicht mehr.

Themen:
Gebäudeversicherung, Elementarschaden

Der Staat, bzw die Länder ziehen sich aus der Entschädigung bei Elementarschaden-Ereignissen zurück. Jedem Hausbesitzer steht ja die Möglichkeit offen, sich selbst zu versichern.

Eine Frage der Zeit

Ob es in der Öffentlichkeit immer noch Menschen gibt, die darüber streiten, dass es überhaupt einen Klimawandel gibt oder nicht, kümmert die nicht, die mit den objektiven Folgen einer veränderten Grundwetter-Situation tagtäglich zu tun haben: potenziell Geschädigte, Versicherer und die öffentliche Hand. Letztere schließt sich allmählich, um im Bedarfsfall ihre Leistung nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Das ist durchaus verständlich. Seit mittlerweile 20 Jahren verändert sich unser Wetter stetig und hält immer öfter extreme Witterungslagen bereit. In aller Regel kam für Schäden aus diesen Ereignissen die öffentliche Hand auf. Die drastische Veränderung hat jetzt aber auch drastische Folgen.

Statt öffentliche Entschädigung Elementarschaden-Versicherung

Die Diskussion, ob nicht jeder Hausbesitzer ganz allein die Verantwortung für die Besicherung seines Gebäudes hat, begann schon vor 20 Jahren. Vor zwei Jahren beschloss die Versammling der Regierungschefs der Länder, aus der Entschädigung bei den Folgen von Naturkatastrophen für Gebäude auszusteigen. Der Grund ist ganz simpel: der eine Hausbesitzer versichert sein Gebäude mit einer privaten Police, für die er Geld bezahlt, der andere läst es darauf ankommen und erwartet beim Elementarschaden-Ereignis Hilfe vom Staat. Die wird er nun nicht mehr erhalten! Bayern ist das erste Bundesland, dass mit der Umsetzung dieses Beschlusses zum 01.07.2019 begonnen hat.

Rechtliche Gedankenspiele

Die mit dem heutigen Klima und den daraus resultierenden Wetterlagen verbundenen Schäden sind leider keine Bagatellen. In Einzelfällen droht sogar der Totalverlust. Also dachte der Staat bei der Abschaffung der Hilfe aus öffentlicher Hand sogar zunächst an ein Pflichtgesetz, ähnlich wie bei der Kfz-Haftpflichtversicherung. Kein Haus wäre dann unversichrt geblieben. Dagegen gab es aber Bedenken aus Verfassungs-Sicht. Also bleibt es die Entscheidung eines jeden, wie umfangreich er sein Haus versichert. Auf öffentliche Hilfe braucht er jetzt aber nicht mehr zu hoffen. Irgendwie auch gerecht!

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Kommentare (3)

  1. Schreiberling:
    10.07.2019

    In der Regel kündigt eine Versicherungsgesellschaft nicht wegen eines Schadens, bei Schadenhäufung kann es Risikozuschlägen zum Beitrag kommen, natürlich auch zu Kündigungen, wenn offensichtlich eine Mitverantwortung für den Schaden, bzw. seinen Umfang besteht, ebenso wie bei Versichererwechsel nach Vorschäden. Eine Möglichkeit besteht in der Regel aber schon! bfh Finanzhaus

  2. G. Oumelkerke:
    04.07.2019

    Aber findet denn auch jeder eine Versicherungsgesellschaft, z.B. bei einem, zwei oder drei Vorschäden?

  3. G. Oumelkerke:
    04.07.2019

    Aber findet denn auch jeder eine Versicherungsgesellschaft, z.B. bei einem, zwei oder drei Vorschäden?

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