Keine Zinsen - Altersvorsorge vorbei?

Die zwei Seiten der Nullzinspolitik und die Alternativen

Themen:
Finanzwelt, Altersvorsorge

Die Nullzinspolitik der EZB ist für viele Sparer eine Katastrophe. Deshalb muss über das Sparen neu nachgedacht werden. Es gibt nämlich alternative Formen der Geldanlage, die das Problem der fehlenden Zinsen vermeiden. Man muss sich nur von traditionellem Denken frei machen und mit den Alternativen beschäftigen. Hier ein Versuch.

An Fakten kommt keiner vorbei

Am heutigen Nachmittag sendete der Nachrichtensender PHÖNIX einen Bericht über die Konsequenzen der Nullzinspolitik für Sparer. Da wurde ein düsteres Bild gemalt, aber nicht falsch. Fehlende Zinsen fressen Kapital, erspartes Vermögen verliert seine Kaufkraft durch Inflation, die Bemühungen um die private Altersvorsorge scheinen nutz- und hoffnungslos. Ja, das ist zutreffend. Aber es ist auch nur die halbe Wahrheit. Immerhin ist die Nullzinspolitik der EZB keine Erfindung von gestern, sondern ein Faktum seit annähernd zehn Jahren, also im Grunde nichts Neues. Wer auf diesen Umstand aber nicht reagiert und an alten Formen des Sparens festhält, also immer noch auf Zinsen hofft, macht etwas falsch! Das wurde im PHÖNIX-Bericht aber nicht thematisiert. Seit Langem bauen die Versicherer für neu abzuschließende Versicherungsverträge mit Verzinsung die Garantien ab, alte Verträge werden nur noch mit der garantierten Verzinsung verrechnet. Ja, das ist nicht schön, aber es ist auch nicht alternativlos. 

Seit mehr als fünfzehn Jahren...

Vor über 15 Jahren begann die Versicherungswirtschaft als Anlageform von Altersvorsorgeverträgen die Teilhabe an der Börsenentwicklung anzubieten. In der Regel waren Rentenversicherungen mit unterschiedlichen Fondstrukturen hinterlegt. Obwohl damals die garantierten Zinsen und Überschüsse noch auf Höchstständen waren, galt die fanodbasierte Anlage als lukrative Alternative, denn garantiert wurde meist nur die Absicherung gegen den Verlust des angesparten Geldes gegen die Aussicht auf reichliche Ertäge aus Kursgewinn und Dividenden. Wer damals schon diese Alternative bevorzugte, machte damals schon alles richtig! Die Erträge sind wesentlich höher als in den damals noch interessanten Festverzinsungen und mit der Nullzinsphase haben Vertragskunden von damals heute keine Probleme. Es ist nichts so beständig wie die Veränderung.  Alte Weisheit und doch so vernachlässigt. Wer mit Ertrag sparen will, kann dies eben nicht mehr mit dem Sparbuch tun. 

Und nun müßte man auch noch über die vielen positiven Aspekte der Nullzinspolitik sprechen, denn die EZB verfolgt mit ihren Entscheidungen ja wesentliche Ziele in der Stabilisierung der Konjunktur und der Staatsfinanzierung in der EU. Das aber ausführlich zu schildern, würde die eh schon entnervten "Zins"-Sparer vollends deprimieren. Niedrige Zinsen erleichtern nämlich den Erwerb von Wohneigentum. Aber jetzt ist Schluss! 

 

 

 

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