Klimawandel auch beim WEF in Davos

Im letzten Jahr Champagner-Laune, in diesem Jahr Kopfschmerzen! Die Stimmung auf dem WEF in Davos ist recht verhalten.

Themen:
Wirtschaft, Gesellschaft, Konjunktur

Es beginnt damit, dass ein wichtiger Teil der internationalen politischen Elite verhindert ist und gar nicht erst erscheint- wegen schwer wiegender Probleme. Im Grunde sind wir damit auch schon beim Thema! Die Lage der Weltwirtschaft wird zusehends Besorgnis erregender. Die tatsächlich Anwesenden formulieren mit ganz neuen Tönen und Themen

So schnell verändern sich die Zeiten!

Vor einem Jahr am selben Ort herrschte bei den Beteiligten eine Art Euphorie. Die Wachstumszahlen der Weltwirtschaft waren kerngesund und besser, der amerikanische Präsident zeigte sich zum ersten Mal auf dem Parkett in Davos und sorgte irgendwie für medialen Glanz, die Prognosen verhießen ein gutes Jahr. Und das war es rein wirtschaftlich mit Blick auf die Erträge auch wirklich. Nur haben sich gleichzeitig die Rahmenbedingungen der Wirtschaft, also die Parameter der Politik, mit einer geradezu apokaliyptischen Schnelligkeit gewandelt. Was ist passiert?

Was ist geschehen?

Im Grunde eigentlich gar nicht viel. Es haben sich eher die Konsequenzen und Wirkungen früherer Ereignisse gezeigt. Der Wirtschaftskrieg zwishen Amerika und China schadet der Weltwirtschaft nachhaltig. Auch den Amerikanern bereiten die Konsequenzen aus dem Handesstreit Schmerzen, mehr aber noch den Chinesen, die gewohnt waren, wesentlich mehr in die USA zu liefern als die USA nach China. In Folge dieses Umstands schwindet das Wachstum in China und belastet damit die weltweite Konjunktur. Der Exportweltmeister Deutschland leidet. Im Grunde hat Donald Trump bezüglich der Einschätzung des chinesischen Handelns in Fragen der Wirtschaft, der expansiven, weltweiten Handelsaktivitäten und dem rücksichtslosen Abgreifen fremder Technologien durchaus recht. Die Reaktion hätte nur anders aussehen müssen: statt sich abzuschotten hätte es eine gemeinsame Strategie gegen China gebraucht, um die WTO mit ins Boot zu holen und China klar zu machen, dass es internationale Standarts gibt, an es gilt sich zu halten, und zwar ausnahmslos alle. Der amerikanische Alleingang schadet nur und ignoriert die Basis verpflichtender Werte.

Populismus mit nationaler Grundfärbung ist kein neues Phänomen, aber es zeigt sich, dass er zunehmend zum Investitionshemmnis wird oder, wie im Fall von Italien, das Vertrauen in eine ganze Volkswirtschaft erschüttert. In Frankreich gehen die Gelbwesten auf die Straße und protestieren mit Gewalt gegen dringend notwendige Reformen, in England leidet eine ganze Nation an imperialer Nostalgie und Selbstüberschätzung, in Italien wird vielleicht die Zukunft der Eurozone verspielt, die EU ist eine Vereinigung uneiniger Mitglieder. Das sind keine guten Aussichten.

Wer es bisher immer noch nicht wahrhaben wollte, kann es seit 2018 nicht mehr ernst leugnen: das Klima verändert sich. Und jetzt, wo es so offensichtlich geworden ist, ist es auch in Davos ein Thema! Und dann gab es noch ein zweites überraschendes Thema: Diditalisierung, nicht als technisches Problem, sondern als gesellschaftliche Gefahr. Mittlerweile dämmert den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, dass im digitalen Zeitalter von den wenigen internetionalen Tech-Riesen, fast könnte man schon von Monopolisten reden, in mehrfacher Hinsicht Gefahr ausgehen könnte. Da ist einmal der wirtschaftliche Faktor der Gewinnmaximierung, der Abhängigkeiten und Schieflagen durch Marktdominanz produzieren könnte, zum anderen stellt sich die Frage, inwieweit eine Gesellschaft auf breiter Ebene an der Steigerung der Produktivität einiger weniger Großunternehmen teilhaben kann? Viel zu überlegen!

Die globalisierte Welt schafft Vorteile, aber auch immense Probleme. Die Verantwortlichen beginnen, sich den massiven Erausforderungen zu stellen. Davos war dieses Jahr ganz anders!    

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