Konsumverhalten nachhaltig verändert

Kauflaune der Verbraucher kommt nicht in Schwung

Themen:
Gesellschaft, Wirtschaft

Der Konjunktur-Optimismus ist in weiten Teilen der Bevölkerung wieder vorhanden, nur bei der Kauflaune der Verbraucher ist davon noch nichts zu spüren. Ist die Flaute bei der Konsumnachfrage nur ein schlechtes Zeichen?

Das war auch schon mal anders!

Lange Zeit war das öffentliche Leben fast zum Stillstand gekommen, shutdown, Corona, Angst vor Pandemie. Nach und nach fährt das Alltagsleben seinen gewohnten Takt wieder hoch, aber vieles ist anders als zuvor. Geschäfte und Shopping-Malls sind wieder geöffnet - und alles läuft gut geregelt mit Maske und entsprechendem Abstand - aber am gewohnten Konsumleben teilnehmen, das tun noch recht wenige. Erstaunlich, habe wir doch alle unter dem shutdown gelitten. Und nun ist doch fast wieder alles möglich, aber shoppen gehen, irgendwie ist das immer noch nicht die Zeit dafür. Der Konsumklimaindex des GfK erwartet für den Juli immer noch ein Minus von ca. 10%! 

Was ist passiert? Was hat das für Folgen?

Der shutdown war in gewisser Hinsicht auch ein slowdown. Es wurde viel nachgedacht, in Frage gestellt, neu entdeckt und in die Zukunft geblickt. Dass in so kurzer Zeit der Alltag nicht mehr derselbe war, die ganze Welt eine andere, bedrohte und alles Gewohnte unmöglich wurde, hat viele feste Überzeugungen ins Wanken gebracht. Der Arbeitsplatz war nicht mehr sicher, auch und gerade dort, wo das undenkbar schien, das bisher Gesetzte war auf einmal hinterfragbar. Das hat Folgen. Plötzlich fragt man sich: Brauche ich das wirklich? Habe ich nicht genug an allem? Ist finanzielle Zurückhaltung nicht besser als fragwürdige Konsumausgabe? Besteht meine Zufriedenheit wirklich im Kaufen von Dingen?

Eine neue Bewertung von Werten und Waren ist doch im Grunde eine gute Sache, oder nicht? Ja, natürlich, das ist nicht nur gut, sondern vor dem Hintergrund des Klimawandels höchst nötig - doch hat ein so plötzlich geändertes Konsumverhalten auch eine ökonomosche und vor allem Arbeitsmarkt relevante Folge. Der rezessive Prozess beschleunigt sich und damit auch die Freisetzung produzierender Marktteilnehmer, die Arbeitslosigkeit steigt. Aber wollen wir das? Im Grund doch nicht! Oder doch?

Wachstum, Arbeitsmarkt, Konsum und Ökologie sind im Laufe vieler Jahre zu einem System sich widersprechender Forderungen geworden. Die Harmonisierung dieser Widersprüche, ökonomisch-ökologische Transformation genannt, vollzieht sich nur mit Kollateralschäden, für deren soziale Abfederung der Staat unterschiedliche Mittel bereit hält, aber nie eine Rundum-Lösung. Um so dringlicher ist es, den alten, wegbrechenden Strukturen neue entgegen zu stellen. Wir sollten Vertrauen in die Kreativität digitalisierter Wirtschaft haben, denn die sozialen Probleme einer nun vielleicht schwächer werdenden Konsumwirtschaft lösen sich nur auf neuen Wegen!

Jede Veränderung ist eine Mischung aus Verlust und Gewinn! Es liegt an uns, welcher der beiden Teile schwerer wiegt.

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