Mit oder ohne Helm?

Hat das Tragen eines Fahrradhelms Konsequenzen für die Haftpflichtversicherung

Themen:
Unfall, Haftpflicht

Es gibt zwei rechtliche Aspekte, über die man als Fahrradfahrer bezüglich des Tragens eines Helmes orientiert sein sollte. Eine einheitliche Rechtsprechung gibt es dazu nämlich nicht.

Es macht immer Sinn, einen Helm zu tragen

Darüber sollte im Grunde Einvernehmen bestehen. Erst gestern erfuhr ich von einem Familienvater, der seine Tochter beim Weg in die Schule per Fahrrad begleitete. Er legte größten Wert auf das Tragen eines Helmes der Tochter, legte selbst aber keinen an. Er verunfallte mit schwerer Kopfverletzung, der Tochter geschah nichts.

Das Problem besteht darin, dass es keine gesetzliche Pflicht zum Tragen eines Fahrradhelmes gibt. Entsprechend bunt zeigt sich das Bild. Für die einen ist der Helm mittlerweile schon modisches Accessoire, für die anderen sieht es einfach nur doof und uncool aus. Soweit zum äußeren Erscheinungsbild. Mit Blick auf Unfall- und Verletzungsgefahr gibt es keinen Anlass zu Diskussionen - ohne Helm sollte nicht auf ein Rad gestiegen werden.

Was sagt der Unfallchirurg - was sagt die Haftpflichtversicherung

Die drastische Schilderung von Fahrradunfällen mit Kopfverletzungen ohne Helm erspare ich Ihnen an dieser Stelle - aber vielleicht ist das auch ein Fehler. Zur rechtlichen Seite ist einiges anzumerken. Grundsätzlich verliert ein durch die Schuld eines dritten verunfallter Radfahrer ohne Helm nicht seine Haftpflichtansprüche an den Unfallverursacher. Soweit die im Grunde stabile Rechtsgrundlage, die darin begründet ist, dass es keine offizielle, also gesetzliche Pflicht zum Tragen eines Helmes gibt. Es gibt aber auch Grauzonen, bei denen eine anteilige Mitschuld eine Rolle spielt. Aus einer Trainingsfahrt von Radamateuren entwickelt sich eine inoffizielle Wettfahrt mit grenzwertigen Verkehrsverhalten. Auch wenn der Verursacher eines Unfalls ein Autofahrer war, könnte es unter diesen Umständen zu einer relativierten Haftungsverpflichtung kommen. Entscheidend ist immer der Einzelfall, auch wenn die Regel die Haftung trotz fehlenden Helm vorsieht.

Die Lösung ist einfach: Helm tragen! Und was nützt schon die Haftung des Gegners, wenn man selbst mit offenem Schädel auf der Straße liegt? 

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