Neulich in der digitalen Zukunft

Künstliche Intelligenz wirft wesentliche Fragen zu Kontrolle und Ethik auf - oder: Kennen Sie das Raumschiff Orion und Commander Mclane?

Themen:
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz

Wenn in Zukunft Systeme künstlicher Intelligenz menschliches Handeln und Entscheiden in Teilbereichen ablösen, stellen sich zwei grundsätzliche Fragen: wer kontrolliert die künstliche Intelligenz und wie lernt sie ethisch korrektes Verhalten? Dazu hier zwei problematische Versuchsergebnisse.

Digitalisierung steht als Modewort für Zukunft zunächst einmal ganz allgemein als Synonym für eine extreme Form elektronischer Aufrüstung um Ablufe zu optimieren. Aus mehr Daten lassen sich mehr Informationen generieren. Dazu müssen die elektronischen Verarbeitungsysteme größer und differenzierter werden. Soweit so gut! Interessant wird es aber, wenn digitale Systeme auf der Basis von Selbstlernprogrammen aufgebaut sind. Systeme erstellen dann eigene Datensammlungen und ziehen entsprechend einer Zielvorgabe eigene Schlüsse aus ihren Dateninformationen. Dabei stellen sich zwei Fragen: wer kontrolliert künstliche intelligente Systeme in ihren Entscheidungen und wie lernen diese Systeme Ethik und Moral? Dazu zwei praktische Beispiele:

Kommunizierende Intelligenz

An einer deutschen Universität wurden zwei Computerprogramme entwickelt, die zu den so genannten Systemen künstlicher Intelligenz gehören. Sie wurden miteinander verbunden, um jeweils das Programm des anderen kennen zu lernen und dann, selbstlernend, sich möglicherweise weiterzuentwickeln. In gewisser Weise geschah das auch. Die beiden Programme gerieten in einen geradezu abenteuerlichen digitalen Austausch, entwickelten dann für ihre Kommunikation einen eigenen Sprachkode, auf den die Wissenschaftler keinen Einfluss mehr hatten. Die Systeme machten sich also "selbständig", worin im Grunde ja auch die Absicht lag, ließen von Außen dann aber keinen Zugriff mehr zu. Das widerum war natürlich nicht beabsichtigt. Kein Komando, keine elektronische Eingabe, nichts half mehr. Schlußendlich mußte den Systemen der Strom abgeschaltet werden, um ihre Aktivität zu beenden, ohne zu ermitteln, worin die "Aktivität" eigentlich lag. 

Das smarte Haus

Ein Einfamilienhaus wurde komplett samrt aufgestellt, also alle irgendwie elektronisch messbaren Vorgänge wurden vernetzt, vom Kochen über die Heizung, elktronische Medien, Wärmeverbrauch, mitdenkendem Kühlschrank, Schließanlage und, und und... Ein Programm künstlicher Intelligenz sollte alle Daten sammeln, eigenständig auswerten und die angeschlossenen Systeme optimieren. Das tat das Computerprogam dann auch, indem es den Bewohnern des Hauses zusätzlich auch kluge Hinweise zum Energieeinsatz mitteilte. Es dauerte nicht lange, da stand eines Abends die Familie, nennen wir sie einfach "Müller", bei der Heimkehr vor verschlossener Tür. Kein elektronischer Versuch half, um das Haus wieder zu öffnen. Das System künstlicher Intelligenz hatte herausgefunden, dass die Bewohner selbst bei der Energieoptimierung das größte Problem darstellten und somit keinen Zutritt mehr erhielten. Aus energetischer Sicht zweifellos die optimale Lösung, aber irgendwie doch falsch. 

Science fiction von gestern als Zukunftsvision

Irgendwie erinnert mich das ganze an "Raumschiff Orion", Commander Mclane und die Frogs. Die mittlerweile als Kult gehandelte Science Fiction-Serie im Deutschen Fernsehen der 60iger Jahre erzählte damals schon von der Gefahr, wenn Arbeitsroboter auf Alpha Centauri sich gegen die Menschen stellten, weil die eben das größte Problem darstellten: unzuverlässig, unentschieden, uneffektiv, ...Menschen halt.

Ich glaube, die digitale Forschung hat noch viel vor sich!     

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