Oft reicht die Erwerbsminderungsrente nicht zum Leben

Die Erwerbsminderungsrente bietet kein ausreichendes Sicherungssystem

Themen:
Erwerbsminderungsrente, Gesetzliche Rente

Nicht selten macht die Erwerbsminderungsrente deren Empfänger zu Anwärtern auf Sozialhilfe. Die Höhe der Leistung, die der Staat bei krankheits- oder unfallbedingter Erwerbsunfähigkeit zahlt, ist zum einen grundsätzlich sehr gering, zum anderen ist die Berechnungsgrundlage das bisher erzielte Einkommen. Bei Arbeitnehmern mit geringer Entlohnung ist die "Einkommensfalle" vorprogrammiert.

Ein großes soziales Problem, das kaum bekannt ist

Die Anzahl derjenigen, die bei Erwerbsminderung zusätzlich zur entsprechenden Rentenzahlung auf Grundsicherung angewiesen sind, steigt von Jahr zu Jahr. Zum einen beträgt die Erwerbsminderungsrente nur einen geringen Teil des zuvor verdienten Bruttoeinkommens, zum anderen ist die Berechnungsgrundlage dieser Erwerbsminderungsrente die Höhe des bis zum Eintritt erhaltenen Bruttolohns. Da mittlerweile ein großer Teil unserer arbeitenden Bevölkerung in einem Niedriglohnsektor arbeitet, reicht das Rentenergebnis der EMR-Rente hinten und vorne nicht. Von den 2,6 Millionen Beziehern einer EMR-Rente erhalten 13% zusätzliche Leistungen aus der Grundsicherung. Dabei täuscht diese Zahl über das tatsächliche Problem hinweg. Es ist nämlich keineswegs so, dass die 87%, die keine sozialen Zusatzleistungen erhalten, durch ihre EMR-Rente üppig ausgestattet sind, meist liegen sie nur knapp über der Anspruchsgrenze der Grundsicherung.

Auch das liegt im Verborgenen

Allein 327.300 Bezieher von Grundsicherung nach Erwerbsminderung erhalten gar keine Rentenleistung, da sie gar keinen Anspruch auf EMR-Rente erworben haben. Zum einen sind das alle Selbständigen, die keine Anwartschaften im staatlichen Rentensystem erworben haben und zusätzlich über keine private Berufsunfähigkeitsversicherung verfügen, zum anderen sind es Arbeitnehmer, die noch nciht ausreichend lange Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt haben.

Wer irgendwie kann, der sollte unbedingt...

Da die private Berufsunfähigkeitsversicherung ein hohes und recht wahrscheinliches Risiko mit großen finanziellen Folgen abdeckt, ist eine solche Police nicht gerade ein Schnäppchen. Wer schon ein geringes Einkommen hat, für den ist es besonders schwer. Wer es aber irgendwie vwrmag, sollte unbedingt versuchen, das große Risiko der Berufsunfähigkeit mit einer pribaten Police abzusichern. Entscheidend für die Höhe des Beitrags ist der Zeitpunkt, zu dem man eine solche Police abschließt. Wer das in jungen Jahren versäumt, kann es sich im späteren Alter meist nicht mehr erlauben. Dahinter steckt ein gut nachvollziehbares mathematisches Prinzip. Je älter man ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit. Wer bereits seit vielen Jahren geringe Beiträge geleistet hat, hat damit einen passablen finanziellen Deckungsstock für das Risiko gebildet. Wer zu spät mit einer BU-Police beginnt, kann auch mit hohen Beiträgen nicht so schnell einen Deckungsstock anlegen. Also beinhaltet der Beitrag dann einen extrem hohen Risiko-Anteil. Spätestens am Ende der Berufsausbildung sollte man mit einer BU-Police beginnen, es geht auber auch schon in der Ausbildung und im Studium. 

 

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