Psychologie der Krisenbewältigung

Was immer die Politik entscheidet, vielen erscheint es falsch

Themen:
Staat, Gesellschaft

Für das staatliche Verhalten in einer Pandemie gibt es keine "Blaupause", weil jede medizinische Gefährdungslage durch Viren ihre eigenen Gesetze in sich trägt, deren Mechanismen zunächst erkannt und verstanden werden müssen. Hinterher sind alle schlauer und daher scheint, als mache die Politik alles falsch. Wer handelt, steht vor einem Dilemma.

Wie man es macht, man macht es falsch

Es scheint, als sei die Bundesrepublik in der Corona-Bedrohung noch halbwegs glimpflich davon gekommen, zumundest medizinisch. Schaut man auf Bilder aus Italien, Amerika, England, Spanien und Brasilien, so könnte man zu dem Schluss kommen, unsere Behörden hätten mit dem shutdown und allen auferlegten Kontaktbegrenzungen sinnvoll gehandelt. Paradoxerweise werden die Schreckensszenarien anderer Länder ausgeblendet und mit dem Blick auf unsere noch überschaubaren Infektions- und Sterbezahlen behauptet, alle staatlichen Beschränkungen seinen völlig überzogen, ein unrechtmäßiger Eingriff in die Freiheitsrechte und eine Bevormundung selbstverantwortlicher Bürger. Eine Diskussion darüber ist schwer zu führen, denn das, was verhindert wurde, mithin also nicht eintrat, läßt sich schwer als Beleg anführen, auch wenn ein Blick auf das Ausland die Richtigkeit des staatlichen Handelns nahe legt. Was aber hätten die Kritiker der Regierung vorgehalten, wären zum Beispiel amerikanische Zustände, konkret wie in New York, auch in München, Frankfurt, Berlinund Hamburg eingetreten? Wie immer die Regierung handelt, sie handelt in den Augen vieler falsch. Ist diese Sicht nicht ein bißchen schäbig? Man steht außerhalb der Verantwortung und behauptet hinterher, schon immer die Wahrheit gewußt zu haben. Das ist billig. Mittlerweile gibt es sogar Hinweise darauf, dass unsere Regierung offensichtlich zu spät entschieden gehandelt hat. Durchaus möglich. Damit keine Zweifel auftreten, diesen Hinweisen muss nachgegangen werden, denn Demokratie lebt von Transparenz und wo Fehler gemacht werden, müssen sie auch offen gelegt werden.

Der offensichtliche Schaden

Die Diskussion über das vergangene staatliche Handeln wird  erst noch gehörig an Dynamik zulegen. Die Hoffnung darauf, dass der schnell und massiv eingetretene wirtschaftliche Schaden des shutdown sich ebenso schnell wieder nach Lockerungsmaßnahmen ausgleichen werde, ist gewichen. Für einige wird es eine glimpfliche Rückkehr in die wirtschaftliche Normlität geben, für viele langfristig aber nicht. Wer erkennt, dass die ökonomischen Folgen seine Existenz nachhaltig belastet oder sogar zerstört,  wird berechtigt kritische Fragen stellen. Tatsächlich befinden wir uns in einer Situation, die unsere Gesellschaft sprengen könnte. Daran werden auch alle staatlichen Hilfsprogramme nichts ändern. Unsere Lebenswirklichkeit ist ohne Zweifel eine andere geworden. Die wirkliche Krise kommt erst noch. Ihre Folgen sind unabsehbar!

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