Unsolidarische Mogelpackung

Das Krankenversicherungs-Konzept von Bündnis 90/Die Grünen täuscht Solidarität vor

Themen:
Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung

Die "Bürgerversicherung light", wie sie die Grünen planen, wurde an dieser Stelle bereits zweimal kommentiert. Jetzt meldet sich der PKV-Spezialist Hagen Engelhard zu Wort und spart nicht mit Kritik.

Solidarisch ist da nichts

Wesentlicher Bestandteil der Krankenversicherungsreform ist ein Ausgleichsfornd, in den privat Versicherte einzehlen, weil zur Berechnung ihrer Beiträge neben der Bedarfsberechnung alle Einkünfte zur Erhebung eines Gesamtbeitrags herangezogen werden sollen. Dadurch soll versucht werden, extrem hohe Beiträge bei privat Versicherten im Alter zu kompensieren und gleichzeitig das Deckungsvolumen der GKV zu erhöhen. Das sei solidarisch. Ist es dass auch? Der bekannte Versicherungsexperte Hagen Engelhard meldet sich da zu Wort und hat eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Die privat Versicherten sind gegenüber den gesetzlich Versicherten bereits heute im Nachteil: in die gesetzliche Krankenversicherung fließen jährliche mehrere Milliarden Steuergelder, wo hingegen die PKV-Versicherten ihre Kosten ausschließlich selbst tragen müssen, ohne jede Subvention. Zudem kenne die PKV keine Familienmitversicherung, sondern jeder Versicherte zahlt Beitrag. Die Zahlung für erbrachte Leistungen als Privatpatient sind wesentlich höher - was die Beitragshöhe bestimmt - als die Abrechnungssätze für gesetzlich Versicherte. Privat Versicherte zahlen also Mehr für die selben Leistungen und subventionieren mit ihren Beiträgen die GKV. Jetzt noch aus Gründen der Solidarität Abgaben in den Gesundheitsfond? Wo ist das solidarisch? 

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