Versicherungsbetrug - ein Kavaliersdelikt?

Durch fingierte Versicherungsfälle entsteht jährlich ein Schaden von 5 Milliarden Euro

Themen:
Versicherungsbetrug

Versicherungsbetrug schädigt die Solidargemeinschaft aller Versicherter. Immerhin beläuft sich der Schaden auf rund 5 Milliarden Euro jährlich. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Versicherungsprämien. Aber die Versicherungswirtschaft rüstet auf!

Die Faktenlage

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat durch das Forschungsinstitut Infas eine Studie in Auftrag gegeben zum Thema Versicherungsbetrug. Das Ergebnis ist ernüchternd deutlich. Immerhin gab jeder zehnte der befragten Personen an, schon einmal einen Versicherungsbetrug begangen zu haben oder von einem solchen im persönlichen Umkreis zu wissen. Erstaunlich dabei ist die scheinbare Offenheit, mit der diese Handlungen zugegeben werden, handelt es sich doch tatsächlich dabei um kriminelles Verhalten. Den Schwerpunkt dieser betrügerischen Handlungen bilden Schäden im Bereich Hausrat und Haftpflicht. Versicherungsnehmer unter 30 Jahren sind dabei zahlenmäßig am häufigsten Vertreten. In dieser Altersgruppe herrscht auch kaum das Bewußtsein vor, damit jemanden zu schädigen. Die Gesamtschadensumme liegt dabei hochgerechnet bei rund 5 Millarden Euro. Das Bewußtsein für das Prinzip der Solidargemeinschaft scheint dabei nicht zu existieren. Hat man eine Versicherung, soll sich das offenbar "lohnen". Dabei gibt es interessante saisonale und materielle Merkwürdigkeiten. Es ist festzustellen, das Zeiträume vor materiell aufwändigen Jahreszeiträumen wie Sommerurlaub und Weihnachten eine erhöhte Schadenhäufigkeit aufweisen, ebenso bei bestimmten Produkt-Innovationen. Kommt das neue I-Phone auf den Markt, gibt es auffällig viele Schäden bei Handys. Die Signifikanz ist eindeutig.

Kriminelle Energie und Prävention

Es gibt unterschiedliche Typen von Versicherungsbetrügern. Die einen betreiben ihr Handeln geradezu professionell und offensiv, die anderen sind Gelegenheits- oder Verzweiflungstäter, die entweder wegen eines entstandenen Schadens diesen "hochrüsten", oder über den Betrugsweg die Gelegenheit der illegalen Geldbeschaffung aus materieller Not betreiben. Aber egal aus welcher Motivation gehandelt wird, es ist kriminell. Die Versicherungswirtschaft hat es da schwer. Im Internet lassen sich "hilfreiche" Informationen für den Betrug finden, z.B. wie man sich Verpackungsmaterial hochwertiger Güter besorgt, um einen scheinbaren Besitz vorzutäuschen oder wie man Bilder manipuliert, mit deren Hilfe man Eigentumsnachweise simuliert.  Aber die Versicherungswirtschaft rüstet auch auf, um solchen Manipulationen auf die Spur zu kommen. Wünschenswert ist das aus Sicht der überwiegend rechtschaffenen Versicherungskunden, denn sie zahlen mit ihren Beiträgen für das asoziale Verhalten von Betrügern!

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