Viele Rentner gehen weiter arbeiten

Die Zahl der erwerbstätigen Rentner steigt

Themen:
Altersvorsorge

Jeder sechste 65 - 70-Jährige steht weiterhin im Berufsleben

Im Jahr 2015 war jeder sechste Bundesbürger zwischen 65 - 70 Jahren noch erwerbstätig in Vollzeit, Teilzeit oder im Rahmen einer gerinfügigen Beschäftigung bis 450,- Monatseinkommen. Das ist seit dem Jahr 2000 eine Zunahme von 110%, eine enorme Zahl. Der Grund dafür ist sicher einerseits die veränderte Situation für den Renteneintritt, also die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre. Es gibt zwar eine Übergangsregelung was das Renteneintrittsalter bei älteren Arbeitnehmern betrifft, aber das ist nur eine zeitliche Staffelung für den abschlagsfreien Rentenbezug zwischen 65 und 67. Wer vorzeitig in Rente geht, hat empfindliche dauerhafte Abschläge bei der Rente in Kauf zu nehmen, nämlich pro vorgezogenem Monat des Rentenbeginns von 0,3% der Altersrente. Das können dann in der Summe mehr als 10% Abschlag auf die ursprüngliche Rente bedeuten. Der hauptsächliche Grund für die zunehmende Tätigkeit von Rentnern ist schlicht und einfach die grundsätzliche Höhe der Rentenbezüge, die oftmals zum bisherigen Nettoeinkommen eine dramatische Änderung der Einkommensituation bedeutet. Die gesetzliche Rente entspricht bei Weitem nicht einmal der Hälfte des besherigen Durchschnittseinkommens während der regulären Erwerbstätigkeit. Besonders häufig als Zusatzeinkommen findet sich daher auch die gerinfügige Erwerbstätigkeit, die einen steurfreien Zuverdienst von maximal 450,- erlaubt (der Arbeitgeber hat dafür eine pauschale Rentenabgabe zu zahlen - nach Wunsch der Arbeitnehmers ebenfalls, was aber in der Praxis meist nicht gewünscht wird). Aus dieser veränderten Arbeitsbiographie bundesdeutscher Arbeitnehmer bzw. Rentenempfänger läßt sich klar ableiten, wie notwendig im Laufe der regulären Arbeitsphase eines Arbeitnehmers die private Rückstellung für die Phase des Ruhestands ist. Wer heute noch meint, eines Tages als Rentner allein von der staatlichen Rente auskömmlich leben zu können, hat die veränderte soziale Grundsituation in der Bundesrepublik einfach nicht zur Kenntnis genommen. Vieles, was für unsere Eltern und Großeltern galt, hat heute keinen Bestand mehr!

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