Wahrnehmung über die Mitte unserer Gesellschaft

Von der Dauerhaftigkeit des gesellschaftlichen Problembewußtseins

Themen:
Staat, Gesellschaft

"Klimawandel" - war gestern, heute ist "Digitalisierung". Am Wochenende war "Wiedervereinigung", "Migration" ist immer mal wieder....und wann ist wieder "Brexit"?Gegenwartsprobleme sind wie Säue, die durch´s Dorf getrieben werden, sind sie durch, sind sie auch fort.

Nachhaltigkeit findet im öffentlichen Bewußtsein kaum statt

Lange haben wir uns zum Beispiel mit den Fragen des Klimawandels beschäftigt. Greta trug das ihrige dazu bei, Wissenschaftler, Journalisten und die Politik auch. Eigentlich müsste allen klar sein: weiter wie bisher ist ab sofort nicht mehr möglich; vielleicht stehen wir schon kurz vor dem Abgrund. Die öffentliche Teilnahme am Diskurs war überraschend groß.

Als bei einer repräsentativen Befragung 68% aller Bundesdeutschen der Meinung waren, dass viel zu wenig gegen den drohenden Klimawandel getan werde, da war das kurz Anlass zu Hoffnung auf ein sich änderndes Bewußtsein. Dann aber wurde in derselben Befragung ermittelt, dass nur 25% der Bundesdeutschen bereit seien, im Kampf gegen den Klimawandel Nachteile für sich in Kauf zu nehmen. Aus mit der Hoffnung! Was passiert da eigentlich in der Mitte unserer Gesellschaft?

Die Skandalsau und ihr Dorf

Vor einigen Tagen wurde ein Aufruf veröffentlicht. 11.800 Wissenschaftler aus allen Ländern der Welt gaben eine gemeinsame Erklärung zum Klimawandel ab. Der wissenschaftliche Hintergrund war das Ergebnis eine Langzeitstudie zur Eisschmelze in der Arktis. Die Erkenntnis war verheerend. Alle bisherigen Hochrechnungen über die Prozesse der Erderwärmung scheinen hoffnungslos optimistisch zu sein, da die bereits eingetretene Realität viel schlimmer als alle berechneten Szenarien ist. Kontinuierliche Bilder der nördlichen Polkappe konnten das drastisch belegen! Die Wissenschaftler formulierten: wenn nicht sofort gehandelt wird, ist die katastrophale Entwicklung unumkehrbar. Unbeschreibliches menschliches Leid würde in der Zukunft die Folge sein, der Erdball verbrennt.

Die gesamte Nachricht war der öffentlichen Berichterstattung gerade mal eine kurze Erwähnung wert, ohne jeden Kommentar. Wer mehr wissen wollte, musste im Internet recherchieren. Wie kann das sein? Von Greta war gerade mal nichts zu vermelden, die Bundesregierung hatte soeben ein Klimapaket geschnürt, spektakuläre Bilder von sterbenden Eisbären lagen dazu nicht vor und tatsächlich gibt es ja wirklich auch noch andere Themen, GroKo, Rente, China, Trump und Syrien. Ja, das stimmt, aber irgendetwas stimmt auch nicht.

Informationen scheinen nach ihrer Qualität als Skandalsäue beurteilt und behandelt zu werden. "Klima" ist doch schon lange, für´s erste ist das Thema durch. Und die journalistische Praxis scheint dabei einem offensichtlich sehr menschlichen, aber dennoch bedauernswertem Phänomen zu folgen, der Halbwertzeit des Bewußtsein. Ist die Sau erst durch´s Dorf, ist sie auch weg. Und was noch nicht weh tut, tut scheinbar auch nicht not! 

Eine fatale Wahrheit!

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