Weniger Krankschreibungen, aber längere Krankheitsphasen

Techniker Krankenkasse (TK) veröffentlicht den Gesundheitsreport 2018

Themen:
Private Krankenversicherung (PKV), Gesetzliche Krankenversicherung

Im Schnitt fallen 15 Krankheitstage jährlich auf jeden sozialversicherungspflichtig Versicherten, aber mehr als die Hälfte aller Krankentage entstehen im Rahmen längerfristiger Erkrankungen. Das ist die zentrale Aussage des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK), der die Analyse von rund fünf Millionen Versicherten zugrunde liegt.

Eigentlich ist es ja eine gute Nachricht, dass die Anzahl der Krankschreibungen im Bereich der sozialpflichtig Versicherten Bundesbürger um gut einen Prozentpunkt im Jahr 2017 zurückgegangen ist, wäre da nicht auch die andere Zahl der gesamten Fehltage, die dennoch entstanden sind. Wer heute krankheitsbedingt ausfällt, ist meist länger krank als im Jahr davor. Besonders schwerwiegend ist dabei, dass über die Hälfte aller Krankheitstage im Bereich längerfristiger Erkrankungen auftritt, denn das hat für die Betroffenen meist empfindliche fiannzielle Folgen. 

Lohnfortzahlung und Krankengeld

In den ersten sechs Wochen einer Erkrankung erhält der Betroffene die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung. Wer gesetzlich versichert ist und über sechs Wochen durch Krankheit ausfällt, erhält durch seine Krankenversicherung das gesetzliche Krankengeld, das aber keinen vollen finanziellen Ausgleich darstellt, sondern lediglich 70% des gewohnten Bruttoeinkommens, höchstens aber 90% des Nettoeinkommens. Da fehlt monatlich schon beträchtliches Einkommen. Für Angestellte, die ein Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze beziehen, ist der Einschnitt noch wesentlich größer, da für die Berechnung des Krankengeldes maximal das Einkommen in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze angesetzt wird. Da fehlen dann schnell auch schon mal 20% - 30% des gewohnten Einkommens.

Private Krankentagegeldversicherung

Wer privat krankenversichert ist weiß, dass er für den Fall einer Erkrankung über die Zeitgrenze der Lohnfortzahlung seine Ansprüche in Form einer privaten Krankentagegeldversicherung abdecken muss. Für alle gesetzlich Versicherten besteht aber auch die Möglichkeit, die Einkommenslücke ab der siebten Krankheitswoche zusätzlich privat abzusichern, um im Fall der Fälle keine Einbußen hinnehmen zu müssen. Das ist in der Regel mit einem äußerst geringen Beitrag abgegolten und sollte für Besserverdiener zur Existenzsicherung eine gefühlte Pflicht sein!

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