Wenn Eltern weniger leisten als der Staat

Gesetzliche Unfallversicherung - Private Unfallversicherung

Themen:
Unfallversicherung, Unfall

Es klingt zugegebenermaßen provokant, wenn unterstellt wird, der Staat leiste manchmal mehr als Eltern für ihre Kinder. Aber es ist was dran an der These, wenn man bedenkt, dass der Staat eine gesetzliche Unfallversicherung für unsere Kinder bietet, Eltern aber den privaten Raum nicht mit einer entsprechenden Absicherung deckten.

Kinder sind ständig Risiken ausgesetzt. Ob Kleinkind, Schulkind oder Student, überall und ständig droht das Risiko des Unfalls. Behauptung? Nein, statistische Realität! Aus gutem Grund hat daher der Staat für Kindergarten-Kinder, Schüler und Stdenten eine Unfallversicherung eingerichtet, die die Wege zu den staatlichen Einrichtungen und den Aufenthalt dort absichert. Hat der Staat dazu eine Verpflichtung? Eigentlich nicht, da ja Unfälle aus den genannten Risikosituationen nicht automatisch mit der Haftung aus schuldhaftem Handeln einhergeht. Dennoch hat der Staat eine solche Basis-Absicherung als Unfallschutz eingerichtet. Der Grund dafür kann also nur im objektiv vorhandenen Risiko des Unfalls und seiner Wahrscheinlichkeit liegen, mit der er eintritt. Umso erstaunlicher ist es, dass Eltern anders als der Staat dieses Risiko nicht erkennen, beziehungsweise häufig genug nicht absichern wollen. Und dabei ist extremer Handlungsbedarf gegeben, denn der gesamte private Bereich wird vom Staat nicht abgedeckt. Und dennoch scheinen sich immer wieder viel zu viele Eltern gerade auf den Staat und seine sozialen Leistungen zu verlasen, ohne sich zu fragen, welche Institution sie im Einzelfall trägt. Eine tragische Oberflächlichkeit!

Wenn die private Spähre ohne Absicherung ist

Die Konsequenzen eines Unfalls können oft langwierig, manchmal sogar dauerhafter Natur sein. Sitzt ein Verunfallter nach seiner Genesung dennoch dauerhaft im Rollstuhl, ist meistens der Umbau der Wohnung und der Umbau eines Autos für den behindertengerechten Gebrauch notwendig. Wenn zusätzlich eine unfallbedingte Erwerbsminderung eingetreten ist, reicht das Einkommen vorn und hinten nicht. Nicht alle Behandlungen, die zur Rückführung in den Alltag dienen, werden von den gesetzlichen Versichrungen übernommen. Ist ein solcher Unfall im privaten Bereich passiert, kommt neben der Krankenversicherung keine Versicherung für die Konsequenzen auf als die Unfall- und die Berufsunfähigkeitsversichrung (falls bereits Erwerbstätigkeit besteht). Wer keine Absicherung dieser Art hat, fällt in den finanziellen Abgrund. Völlig unverständlich, dass Eltern immer wieder Unfallversichrungen für die eigenen Kinder als unnötig empfinden. Und dabei kostet es in der Regel weniger als erwartet, für den Fall eines Unfalls Leistungen wie Einmalzahlungen oder lebenslange Renten abzusichern. Wer keine Verantwortung für sich selbst oder seine Kinder tragen will, kann im Schadenfall nicht auf den Staat hoffen.

 

 

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