Wie "alt" ist Ihre Versicherungspolice?

Warum es Sinn macht, regelmäßig mit dem Versicherungsfachmann zu reden.

Themen:
Haftpflicht, Hausrat

Bei Schadensfällen kann es unangenehme Überraschungen geben, wenn die Versicherungsbedingungen nicht auf dem neuesten Stand sind.

Brief von der Versichrungsgesellschaft, Anruf vom Makler....ach, die melden sich ja nur, um mir irgendetwas "an die Backe zu nageln", die wollen doch immer nur verkaufen, was der Kunde gar nicht braucht! Tja, auch eine Meinung, vielleicht aber ein wenig mit Vorurteilen beladen und etwas gestrig! Dabei sollten Sie in Abständen immer mal wieder mit Ihrem Versicherungsfachmann reden. Hier ein Praxisbeispiel zur Begründung!

Haft ist Haft - oder doch nicht? Und was heißt hier "Bedingungen"?

Neulich, ein Schadenfall. Der Sohn von Herrn Meier hatte im Internet "gesurft" und sich dabei, warum und wo auch immer, einen Virus eingefangen. Dessen Aufgabe war es nicht, das befallene System zu stören, sondern sich über verschickte Mails in die Systeme der Empfänger einzuschleusen und diese Rechner datentechnisch auszuspionieren. Bei einer solchen Mail an ein Unternehmen löste Herr Meier diesen Mechanismus unfreiwillig aus. Das ganze führte zu einem beträchtlichen Schaden mit Haftungsfolgen und empfindlichen Forderungen an Hern Meier, da die Entstehung des Schadens nachzuverfolgen war und Herrn Meier vorgeworfen wurde, seinen für die Mail benutzten Rechner nicht zeitgemäß durch Schutzprogramme und Firewalls gesichert zu haben.

Für Forderungen dieser Art gibt es in den Versicherungsbedingungen der Haftpflicht den Begriff der Internet-Haftung. Seit der Zeit, als klar wurde, dass das Internet solche Risiken birgt, wurde der Baustein "Internethaftung" in die neuen Versicherungsbedingungen eingebaut. Häufig sind solche Bausteine kostenlos, nicht alles wird immer teurer, im Gegenteil! In den letzten zehn Jahren sind Haftpflichtversicherungen günstiger geworden, obwohl die Deckung umfangreicher wurde. Es ist immer nur das Schadenvolumen und die damit verbundene Regulierungshöhe, die den Beitrag bestimmt.

Ersatzantrag

Damit solche neuen Bedingungen greifen, muss der Kunde mit ins Boot geholt werden, auch wenn es sich um eine kostenfreie Erweiterung der Bedingungen handelt, immerhin handelt es sich um einen beiderseits bindenden Vertrag mit entsprechendem Bedingungswerk. Daher der Brief von der Versicherung und der Anruf des Maklers. Der resistente Herr Meier hatte nun einen Haftpflichtschaden und war gar nicht erfreut, dass die Versicherung sich weigerte, zu zahlen. Der Grund war nämlich, dass der Haftpflichtvertrag von Herrn Meier aus dem Jahre 1992 stammte, bei zu kleiner Deckungssumme viel zu teuer war und nach den Bedingungen das Risiko der Internethaftung noch gar nicht mit umfaßte, weil es das Risiko seinerzeit noch gar nicht gab. Hätte Herr Meier mal mit seinem Versicherungsfachmann gesprochen, wäre ihm ein großer Schaden ohne weitere Kosten erspart geblieben. Man sollte einfach mal gegen seine Vorurteile angehen!

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