Wie umfangreich sind deutsche Haushalte versichert?

Findet sich die berühmte deutsche Gründlichkeit im Umfang des Versicherungsstatus wieder?

Themen:
Versicherung, Gesellschaft

Der Deutsche geht auf "Nummer-Sicher", denkt man und vermutet, er könne deshalb vielleicht auch umfassend versichert sein, vielleicht sogar "überversichert". Erstaunlicherweise sieht die Wahrheit anders aus!

Hohes Sicherheitsbedürfnis

Gemeinhin hat der Deutsche ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Man könnte also annehmen, dass sich dieses Bedürfnis auch im Status seines Versicherungsumfangs wiederspiegelt. Das aber wäre eine falsche Schlussfolgerung.

Tatsächlicher Status

Die Versichrungs mit der höchsten Verbreitung ist die Haftpflichtversicherung. Immerhin sind 83% aller deutschen Haushalte damit abgedeckt - und das ist auch gut so! Bei geringem Beitrag bietet die Haftpflichtvesicherung hohen finanziellen Schutz vor Forderungen aus schuldhaften Handlungen zum Schaden dritter. Auffällig dabei ist, dass die Gruppe der Nicht-Versicherten zum großen Teil allein lebende Menschen sind.

Auch im Bereich der Kfz-Versicherung macht der Deutsche keine Kompromisse: die Kfz-Haft ist eh gesetzliche Bedingung, aber auch der Anteil der Teil- und Vollkaso-Policen zeigt, dass das Auto des Deutschen liebstes Kind ist.

Auch die Hausratversicherung rangiert mit 75% Abdeckung ganz weit vorne. Aber schon beim Rechtsschutz verzichtet die Hälfte der Bevölkerung auf Absicherung. Der Schutz vor den finanziellen Folgen eines Unfalls interessiert nur 40% der Deutschen, obwohl das Risiko statistisch ein sehr hohes und teures ist.

Eines der wichtigsten und folgenschwersten Risiken ist mit dem Verlust der Fähigkeit verbunden, seinen Beruf weiter ausüben zu können, aber nur 25% aller Erwerbstätigen ist durch eine BU-Rente abgesichert. Da ist also noch viel Luft nach oben. Erstaunlich ist, dass bei berufstätigen Eltern das Bewußtsein für die Notwendigkeit einer solchen Absicherung doppelt so hoch ist wie im Durchschnitt. Ein ähnliches Phänomen lässt sich im Bereich der Risiko-Lebensversicherung erkennen. Wer Kinder hat, denkt an die finanziellen Folgen für die Hinterbliebenen.

Das Thema Altersversorgung ist kein reines Versicherungs-Thema, obwohl es sich natürlich auch auf diesem Weg beantworten lässt. Dazu wäre eine gesonderte Betrachtung angeraten. Grundsätzlich läßt sich aber feststellen, dass immer noch viel zu wenig über die finanzielle Existenz im Alter nachgedacht wird, zwar viel, aber auch falsch gespart wird! 

Stimmen Sie ab! Wie gefällt Ihnen diese Seite?

Durchschnittlich 4.7 von 5 Sternen (3 Bewertungen)

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!





Erlaubte Tags: <b><i><br>Kommentar hinzufügen:


Gute Bewertungen sind die besten Empfehlungen.

Das sagen unsere Kunden über uns:

makler.de - Mit Sicherheit gut beraten

bfh Finanzhaus Berlin

Versicherungs- und Finanzberatung seit über 40 Jahren in Berlin.
Wir sind für Sie da, mit Objektivität, Fairness und Freude an der Zusammenarbeit mit Ihnen!
Ihre Zufriedenheit ist unser Verdienst.
Mehr lesen