Zu hohe Geschwindigkeit - Vorsatz oder Fahrlässigkeit?

Bei einer Geschwindigkeits-Überschreitung von 40% und mehr wird es rechtlich kritisch!

Themen:
Kfz-Versicherung Gerichtsurteil

Das Oberlandesgericht Celle erklärt, wann bei zu hoher Geschwindigkeit aus Fahrlässigkeit Vorsatz wird (Az.: 2 Ss (OWi) 137/17)

Ein Autofahrer fuhr auf einer Straße mit Hochstgeschwindigkeit 50 mit mindestens 77 Stundenkilometern. Das Amtsgericht Buxtehude setzte wegen eines vorsätzlichen Verkehrsverstoßes ein Bußgeld von 200,-€ an, zusätzlich ein Fahrverbot von einem Monat. Dagegen klagte der Betroffene vor dem Oberlandesgericht Celle und verlangte, sein Vergehen als fahrlässiges Handeln einzustufen und die Strafe zu reduzieren.

Oberlandesgericht Celle

Dem wollte das Gericht in Celle jedoch nicht folgen. Bei einer Geschwindigkeits-Überschreitung von mindestens 40% sei ein versehentliches Handeln, das als fahrlässig einzustufen sei, nicht mehr gegeben. Selbst wenn es sich um eine herabgesetzte Geschwindigkeit handle, sei es nicht notwendig, dass diese Herabsetzung auf beiden Seiten einer Straße angekündigt werden müsse, wenn die Information am rechten Fahrbahnrand gut erkennbar sei.

Finanzielle Konsequenzen eines Unfalls

Wenn aus einer solchen Konstellation ein Unfall entsteht, kann der zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer zur Mit- oder sogar Alleinschuld verurteilt werden, selbst wenn das Unfallereignis durch die Schuld des Gegners ausgelöst wurde. In einem solchen Fall kann eine möglicherweise bestehende Vollkasko-Versicherung die Regulierung am eigenen Pkw ganz oder teilweise verweigern. 

Also, liebe Raser, runter vom Gas! 

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