Wie die Pegelstände des Rheins die Bauindustrie ausbremsen
Das anhaltende Niedrigwasser auf Rhein und anderen Flüssen erschwert den Transport wichtiger Baustoffe. Branchenvertreter erwarten höhere Kosten, Lieferengpässe und Verzögerungen. Der ohnehin belastete Wohnungsbau könnte dadurch zusätzlich unter Druck geraten.
Das Rekord-Niedrigwasser beeinträchtigt auch Bauherren. Transportschiffe können deutlich weniger laden, Lieferungen verzögern sich und die bereits hohen Materialpreise steigen weiter.
„Transporte auf dem Wasser werden zunehmend schwieriger. Das führt zu Problemen beim Bau von Mehrfamilienhäusern oder Schulen, weil sich Lieferzeiten verlängern“, sagte Thomas Reimann, Präsident des Verbands Baugewerblicher Unternehmer Hessen, der Deutschen Presse-Agentur. Sand und Kies, die meist per Schiff zu Betonwerken gelangen, würden knapper und teurer.
Noch sei der Preisanstieg überschaubar. Baumaterialien und Transporte hätten sich jedoch bereits stark verteuert. „Mit dem Niedrigwasser erleben wir den dritten Preisanstieg innerhalb weniger Jahre – nach der Energiekrise im Ukraine-Krieg und dem Iran-Konflikt“, sagte Reimann. Erfahrungsgemäß blieben viele Preissteigerungen dauerhaft.
.

Lieferung per Schiff nur schwer ersetzbar
Auch der Bauindustrieverband HDB warnt vor den Folgen. Lieferanten hätten erste Baustoffengpässe angekündigt, sollte das Niedrigwasser länger anhalten. Die Kapazitäten für wichtige Güter wie Bitumen, Split, Natursteine, Brenn- und Kraftstoffe sowie mineralische Bauabfälle gingen zurück.
„Im Extremfall werden zusätzliche Schiffe benötigt oder Transporte müssen auf Schiene und Straße verlagert werden“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der dpa. Dies sei nur begrenzt möglich und meist deutlich teurer. Für Bauprojekte drohten höhere Material- und Logistikkosten sowie Verzögerungen. Der Bitumenpreis sei erneut gestiegen, nachdem das Bindemittel bereits infolge des Iran-Kriegs teurer geworden war.
Müller erwartet keinen flächendeckenden Stillstand auf Baustellen. Je länger das Niedrigwasser dauere, desto größer werde jedoch das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
Die laut Statistischem Bundesamt zuletzt beschleunigten Baukosten sind ein wichtiger Grund für den stockenden Wohnungsbau. In Deutschland fehlen schätzungsweise rund eine Million Wohnungen, wodurch besonders in Städten die Mieten steigen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) kritisierte die Baukosten als „unsägliches Niveau“ und kündigte Gegenmaßnahmen an.
Auch der Bauindustrieverband HDB warnt vor den Folgen. Lieferanten hätten erste Baustoffengpässe angekündigt, sollte das Niedrigwasser länger anhalten. Die Kapazitäten für wichtige Güter wie Bitumen, Split, Natursteine, Brenn- und Kraftstoffe sowie mineralische Bauabfälle gingen zurück.
„Im Extremfall werden zusätzliche Schiffe benötigt oder Transporte müssen auf Schiene und Straße verlagert werden“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der dpa. Dies sei nur begrenzt möglich und meist deutlich teurer. Für Bauprojekte drohten höhere Material- und Logistikkosten sowie Verzögerungen. Der Bitumenpreis sei erneut gestiegen, nachdem das Bindemittel bereits infolge des Iran-Kriegs teurer geworden war.
Müller erwartet keinen flächendeckenden Stillstand auf Baustellen. Je länger das Niedrigwasser dauere, desto größer werde jedoch das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
Die laut Statistischem Bundesamt zuletzt beschleunigten Baukosten sind ein wichtiger Grund für den stockenden Wohnungsbau. In Deutschland fehlen schätzungsweise rund eine Million Wohnungen, wodurch besonders in Städten die Mieten steigen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) kritisierte die Baukosten als „unsägliches Niveau“ und kündigte Gegenmaßnahmen an.
Auch der Bauindustrieverband HDB warnt vor den Folgen. Lieferanten hätten erste Baustoffengpässe angekündigt, sollte das Niedrigwasser länger anhalten. Die Kapazitäten für wichtige Güter wie Bitumen, Split, Natursteine, Brenn- und Kraftstoffe sowie mineralische Bauabfälle gingen zurück.
„Im Extremfall werden zusätzliche Schiffe benötigt oder Transporte müssen auf Schiene und Straße verlagert werden“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der dpa. Dies sei nur begrenzt möglich und meist deutlich teurer. Für Bauprojekte drohten höhere Material- und Logistikkosten sowie Verzögerungen. Der Bitumenpreis sei erneut gestiegen, nachdem das Bindemittel bereits infolge des Iran-Kriegs teurer geworden war.
Müller erwartet keinen flächendeckenden Stillstand auf Baustellen. Je länger das Niedrigwasser dauere, desto größer werde jedoch das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
Die laut Statistischem Bundesamt zuletzt beschleunigten Baukosten sind ein wichtiger Grund für den stockenden Wohnungsbau. In Deutschland fehlen schätzungsweise rund eine Million Wohnungen, wodurch besonders in Städten die Mieten steigen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) kritisierte die Baukosten als „unsägliches Niveau“ und kündigte Gegenmaßnahmen an.
Mehr Recycling-Baustoffe als Chance?
Reimann sieht mehr Nachhaltigkeit als Möglichkeit, auf die gestiegenen Preise zu reagieren. Viele Bauprojekte rechneten sich wegen hoher Zinsen und Materialkosten kaum noch. „Eine Lösung wäre, auf den teuren Abriss zu verzichten und die Gebäudehülle stehenzulassen.“ Außerdem müssten mehr Büros in Wohnraum umgewandelt und recycelte Baustoffe eingesetzt werden.
Dem stünden rechtliche Hürden entgegen. Solange recycelte Baustoffe, etwa aus Bauschutt, als Abfall gelten, ließen sich Bauherren nur schwer von ihrem Einsatz überzeugen. Zwar gebe es Betonarten mit Recycling-Anteil, doch die Nachfrage sei gering. Die öffentliche Hand müsse mit entsprechenden Ausschreibungen vorangehen. „Die Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur sind hier eine große Chance.“ Kurzfristig helfe dies jedoch kaum.
Hohe rechtliche Hürden
HDB-Hauptgeschäftsführer Müller sieht nachhaltiges Bauen als wichtigen Hebel für mehr Ressourceneffizienz. Für Wohnraum, Infrastruktur und Energiewende reichten Recycling-Baustoffe allein jedoch nicht aus. Zudem schließe die öffentliche Hand deren Verwendung in Ausschreibungen häufig ausdrücklich aus.
Auch Recycling-Baustoffe könnten wegen des Niedrigwassers derzeit nur teurer und schwieriger transportiert werden. Nachhaltigkeit sei deshalb keine kurzfristige Lösung. Müller fordert, Engstellen am Mittelrhein gezielt zu beseitigen. Die sogenannte Abladeoptimierung könne extremes Niedrigwasser zwar nicht verhindern, aber Transportkapazität und Planbarkeit der Binnenschifffahrt bei niedrigen und mittleren Wasserständen spürbar verbessern.
(Die Informationen zu diesem Artikel entstammen einer dpa-Meldung)
