Eine Schadenauswertung von Ayvens, dem Anbieter von Autoleasing- und Fuhrparkmanagement-Lösungen
Ayvens hat im Jahr 2025 mehr als 53.000 Kfz-Schäden bearbeitet, bei denen Reparaturen erforderlich waren. Zwar ging die Schadenhäufigkeit in mehreren Bereichen zurück, gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Kosten je Schadenfall deutlich an. Besonders positiv entwickelte sich die Schadenbilanz bei Fahrzeugscheiben: Scheibenaustausche wurden seltener vorgenommen, während deutlich mehr Steinschlagschäden repariert werden konnten.
Der Anbieter von Autoleasing- und Fuhrparkmanagement-Lösungen erstellt jährlich eine umfassende Auswertung des Schadenaufkommens. Dabei werden sowohl die Anzahl und die Ursachen der Schäden als auch die daraus resultierenden Kosten analysiert.

Teilkaskoschäden: Mehr Reparaturen, weniger Scheibenaustausche
Glasschäden standen auch 2025 an der Spitze der Teilkaskoschäden. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der ausgetauschten Fahrzeugscheiben ging um 3,8 Prozent zurück. Gleichzeitig nahm die Zahl der Scheibenreparaturen um 13,6 Prozent zu.
Nicht jede beschädigte Windschutzscheibe muss zwangsläufig ersetzt werden. Wird ein Steinschlag rechtzeitig entdeckt und befindet er sich in einem reparaturfähigen Bereich, kann häufig eine Instandsetzung – beispielsweise mithilfe eines Scheibenpflasters – ausreichen. Ayvens rät Unternehmen und Fahrern daher, Steinschlagschäden möglichst schnell zu melden und zunächst prüfen zu lassen, ob eine Reparatur möglich ist.
Die aktuellen Zahlen sprechen dafür, dass sich dieses Vorgehen zunehmend etabliert. Durch die höhere Zahl an Reparaturen konnten Austausche vermieden und damit potenziell Kosten für die Versicherung reduziert werden.
Auch bei anderen Teilkaskoschäden war die Entwicklung überwiegend positiv. Die Zahl der Marderschäden sank um knapp 12 Prozent. Sturm- und Hagelschäden gingen sogar um rund 36 Prozent zurück. Leicht zugenommen haben hingegen Schäden infolge von Kollisionen mit Tieren.
Vollkasko: Weniger Vandalismus- und Rangierschäden
Auch in der Vollkaskoversicherung verringerte sich die Zahl bestimmter Schadenarten. Schäden durch unbekannte Verursacher und Vandalismus gingen um mehr als 5 Prozent zurück. Die weiterhin zu den häufigsten Ursachen zählenden Rangierschäden nahmen um knapp 5 Prozent ab.
Die zusammengefasste Zahl der Schäden durch Kontrollverlust, Auffahrunfälle und sonstige Kollisionen blieb dagegen weitgehend konstant. Fahrerassistenzsysteme können das Unfallrisiko zwar reduzieren, indem sie beispielsweise beim Einhalten des Abstands, beim Spurwechsel oder beim Rangieren unterstützen. Einen vollständigen Schutz vor Unfällen bieten sie jedoch nicht.
Durchschnittliche Schadenkosten steigen deutlich
Der Rückgang bei den Schadenfällen schlägt sich nicht automatisch in einer geringeren Schadensumme nieder. Grund dafür sind die weiterhin steigenden Reparaturkosten. In der Vollkaskoversicherung erhöhte sich der durchschnittliche Nettoaufwand je Schaden von 1.764 Euro auf 1.969 Euro.
Noch stärker fiel der Anstieg in der Teilkaskoversicherung aus. Dort stiegen die durchschnittlichen Kosten pro Schadenfall von 1.367 Euro auf 1.959 Euro netto.
Moderne Fahrzeuge sind mit immer mehr Kameras, Sensoren und elektronischen Assistenzsystemen ausgestattet. Diese Technik erhöht zwar die Sicherheit und unterstützt die Fahrer im Alltag, kann Reparaturen nach einem Schaden jedoch erheblich verteuern. Hinzu kommen gestiegene Lohn- und Arbeitskosten in den Werkstätten.
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung bei Glasschäden. Eine Scheibenreparatur kostet durchschnittlich etwa 113 Euro. Für den Austausch einer Scheibe fallen inzwischen hingegen mehr als 1.030 Euro an. Darüber hinaus unterscheiden sich die Kosten je nach Ausführung der Reparatur auch zwischen Herstellerwerkstätten und freien Werkstätten.
