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Zunahme von Unfällen auf deutschen Straßen unter Alkoholeinfluss. 2022 stieg die Anzahl von Unfällen auf deutschen Straßen insgesamt um 4%, die Zahl von Unfällen unter Alkoholeinfluss sogar um 23%

Zunahme von Unfällen auf deutschen Straßen unter Alkoholeinfluss. Es ist erschreckend: immer mehr Unfälle ereignen sich auf deutschen Straßen, bei denen die Verursacher alkoholisiert sind – und das in keinem geringen Maß, sondern im Promillebereich weit über 1. Der Prozentsatz dieser Unfälle am gesamten Geschehen beträgt mittlerweile 23%. Das ist wesentlich mehr als vor der Corona-Phase.

Null-Promille Grenze

Angesichts steigender Unfallereignisse unter Alkoholeinfluss stellt sich die Frage, ob für das Führen von Fahrzeugen nicht eine Null-Promille Grenze Voraussetzung sein sollte, wie das für Fahranfänger in den ersten zwei Jahren nach Erwerb des Führerschein bereits gilt. Immerhin ist die Anzahl solcher Unfälle im Jahr 2022 gegenüber dem Jahr 2021 um 23% gestiegen. Das ist erschreckend! Immerhin gefährden alkoholisierte Verkehrsteilnehmer nicht nur sich – schlimm genug – sondern vor allem andere. Diese Gedanken- und Rücksichtslosigkeit scheint einem wachsenden Trend der Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft durchaus zu entsprechen.

„Ich bin ja versichert!“

„Alkohol am Steuer – na ja, ich bin ja versichert!“ Ja, richtig, auch der alkoholisierte Unfallfahrer ist versichert, oder sollte man besser sagen „sein Opfer“? Es wäre ja die Steigerung der Tragödie, wenn ein durch einen alkoholisierten Verkehrsteilnehmer Geschädigter die Haftpflichtversicherung des Verursachers nicht in Anspruch nehmen könnte. Aus der Sicht des Verursachers sieht der Fall aber ganz anders aus. Der muss nämlich damit rechnen, dass der Versicherer zwar für den verursachten Schaden aufkommt – soweit das überhaupt geht – sich finanziell aber beim Verursacher die Kosten wieder holt, also Regress-Ansprüche stellt. Und das kann teuer werden, denn die Höhe des Regress steigt mit dem Grad der festgestellten Alkoholisierung.

Und was ist mit dem eigenen Schaden?

Da sieht es meistens schlecht aus – nachvollziehbar! Der Schaden am eigenen Fahrzeug ist durch die Vollkasko-Versicherung gedeckt. Aber gegen Unfälle, die durch eigenen Alkoholkonsum bedingt sind, kann man sich eben nicht versichern, da trägt man die Verantwortung selbst.

Vermutlich ist es immer das alte Spiel – man traut sich eben zu viel zu. Noch ein Glas, das geht schon, aber schnell ist die 0,5 Promille Grenze überschritten oder liegt wie in den meisten Fällen weit über 1. Dumm gelaufen!

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