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Versicherte Gebäudeschäden verursachten im Jahr 2022 7,67 Milliarden Kosten

Versicherte Gebäudeschäden sprechen eine eindeutige Sprache, denn die Anzahl der gemeldeten Schäden lag im Jahr 2022 bei 2,54 Millionen. Diese Zahl sollte jeden Gebäudebesitzer aufhorchen lassen.

Hochwasser
Gebäudeschäden durch Hochwasser

Statistik des GDV

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. hat die Schadendaten aller Versicherer im Bereich der Gebäudeversicherung analysiert und für das Jahr 2022 statistisch dargestellt. Die Grundlage war die Art der versicherten Risiken, die diesen Risiken entsprechende Schadenhäufigkeit und der Durchschnittswert der Kosten pro Schadenfall in den Risikobereichen.

Sturm und Hagel, Leitungswasser, Feuer, Elementar

Die zahlenmäßig meisten Schäden entstanden im Bereich Sturm und Hagel. Das ist, ebenso wie die Zunahme der Schäden im Bereich Elementar, den veränderten Wetterbedingungen als Folge des Klimawandels zuzurechnen. Aber die häufigsten Schäden waren bei weitem nicht die teuersten. Auch wenn die Häufigkeit um 129% zunahm, lagen die durchschnittlichen Kosten pro Schadenfall nur bei 1.572€.

Höchste Gesamtschadenleistung, höchste Schadenleistung

Die höchste Gesamtschadenleistung musste für Schäden durch bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser aufgebracht werden. Gut eine Million Schäden in diesem Bereich verursachten 3,84 Milliarden Kosten. Der Durchschnittswert pro Schadenfall lag bei 3.363€.

Auch wenn die Schäden durch Brand, Blitzschlag und Feuer nur bei 150.000 gemeldeten Fällen lag, belastete der Kostenaufwand pro Schadenfall mit 10.786€ die Versicherer mit einer Gesamtschadenleistung von immerhin 1,6 Milliarden Euro.

Kommen wir zurück zum Klimawandel. Die sich dadurch rapide verändernde Wettersituation führt zunehmend zu Elementarschäden wie Starkregen mit Überflutungen, in deren Folge oftmals die gesamte Bausubstanz ruiniert wird. Für Schäden aus Elementarrisiken mussten die Versicherer in 2022 allein 4,33 Milliarden Euro bereitstellen.

Liebe deutsche Gebäudebesitzer, lassen Sie sich diese Zahlen eine Warnung sein, denn nur jede zweite Police besitzt heute noch keinen Einschluss des Risikobausteins „Elementar“.

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